Schlagwortarchiv: Marokko

Westsahara: Washington will MINURSO reformieren – Polisario droht mit Rückzug aus den Verhandlungen

Weniger als zehn Tage vor der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine mögliche Verlängerung des Mandats der UN-Mission MINURSO in der Westsahara verschärfen sich die Spannungen. Ein am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, von den USA vorgelegter Resolutionsentwurf sieht eine grundlegende Neuausrichtung der Mission vor. Washington befürwortet zwar eine Verlängerung ihres Mandats, will ihre Aufgaben jedoch erheblich verändern. Die Unabhängigkeitsbewegung Polisario reagierte umgehend auf die Vorschläge, die sie als gegen sich gerichtet betrachtet, berichtet RFI.

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Tödliches Besuchsrecht in Marokko: Wenn das Kind zur letzten Waffe im Elternkonflikt wird

Im Stadtbezirk Hay El-Hassani in Casablanca hat sich eine erschütternde Familientragödie ereignet. Nach ersten Ermittlungsergebnissen soll ein Arzt seine fünfjährige Tochter aus dem vierten Stock eines Wohnhauses geworfen haben. Vorausgegangen war offenbar ein Streit mit seiner Ex-Frau. Der Mann wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Die Justiz hat Ermittlungen eingeleitet.

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Marokko: Die ehrgeizigen politischen Pläne von Premierministerin Fatima Ezzahra El Mansouri

Marokkos neue Regierungschefin Fatima Ezzahra El Mansouri hat am Montag, dem 19. Oktober, vor dem Parlament ihre Regierungserklärung abgegeben. In ihrer knapp 40-minütigen Rede stellte die Premierministerin die wichtigsten Schwerpunkte ihres Programms für die kommenden fünf Jahre vor. Wirtschaft, Beschäftigung, Jugendförderung und soziale Gerechtigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Mit ihren ehrgeizigen Vorhaben will El Mansouri auch das Vertrauen einer Bevölkerung zurückgewinnen, die den jüngsten Parlamentswahlen mehrheitlich ferngeblieben war, berichtet RFI.

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„Das ist eine Provokation“: In Casablanca kritisieren Marokkaner den Besuch des spanischen Königs in Ceuta und Melilla

Die Beziehungen zwischen Rabat und Madrid stehen vor einer neuen Bewährungsprobe. Nach der Migrationskrise dieses Sommers besucht der spanische König Felipe VI. am 13. und 14. Oktober 2026 die beiden von Marokko beanspruchten Enklaven Ceuta und Melilla. Offiziell soll der Besuch die Unterstützung des spanischen Staates für diese beiden Gebiete bekräftigen. Es ist der erste Besuch eines spanischen Monarchen in diesen Städten mit umstrittener Souveränität seit dem Besuch von Juan Carlos im Jahr 2007, der damals eine diplomatische Krise mit Marokko ausgelöst hatte, berichtet RFI.

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Marokko: Nach der Ceuta-Krise kündigt Mohammed VI. Änderungen bei der Migrationszusammenarbeit an

In einer Rede am Freitag, dem 9. Oktober, anlässlich der Eröffnung der ersten Sitzungsperiode des neuen marokkanischen Parlaments, das aus den Parlamentswahlen vom 23. September hervorgegangen ist, ging König Mohammed VI. indirekt auf die Migrationskrise ein, die sich im vergangenen Juli in der spanischen Enklave Ceuta ereignet hatte, berichtet RFI.

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Lesetipp/t-online: Wegen Sahraui-Film? Greta Thunberg erlebt Fiasko in Zürich – Wer reservierte die Karten?

Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg war am Mittwoch zu einer Podiumsdiskussion beim 22. Zurich Film Festival eingeladen. Eigentlich hatten sie und die Veranstalter mit vollen Rängen gerechnet. Schließlich war das Event online vollständig reserviert. Doch 260 der 300 Plätze blieben leer.

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Ceuta / Marokkaner: Zwei Monate nach der Krise berichten Migranten von Polizeigewalt

Zwei Monate nach der massenhaften Ankunft von mehr als 70.000 Menschen aus Marokko in Ceuta am 30. und 31. Juli bleibt die humanitäre Lage in der spanischen Exklave katastrophal. Nach Schätzungen aus Madrid hielten sich Ende September noch mindestens 2.500 Menschen ohne Unterkunft auf der Straße auf. Viele sind weitgehend auf sich allein gestellt. Neben fehlenden Unterkünften, Nahrung und sanitären Einrichtungen berichten Migranten auch von Gewalt durch spanische Sicherheitskräfte, berichtet RFI.

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Marokko: Kann Fatima Ezzahra El Mansouri das System der Milliardäre aufbrechen?

Als erste Frau an der Spitze der marokkanischen Regierung tritt Fatima Ezzahra El Mansouri die Nachfolge von Aziz Akhannouch an, der laut Forbes zu den reichsten Männern des Landes gehört. Kraftstoffe, Meerwasserentsalzung, öffentliche Aufträge: Im Wahlkampf prangerte die PAM-Chefin Interessenkonflikte an. Allerdings gehörte sie selbst fünf Jahre lang der Regierung des Milliardärs an.

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Marokko: König Mohammed VI ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri zur Regierungschefin

Symbolbild

Nach dem Sieg der Partei für Authentizität und Modernität (PAM) bei den Parlamentswahlen hat König Mohammed VI. am Dienstag Fatima Ezzahra El Mansouri, Koordinatorin der kollegialen Parteiführung, gemäß Artikel 47 der Verfassung zur Regierungschefin ernannt. Bei einer Audienz im Königspalast in Rabat beauftragte der Monarch El Mansouri mit der Bildung einer Regierung. Sie ist damit die erste Frau an der Spitze der Regierung in der Geschichte des Königreichs.

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Westsahara: Warum das UN-Flüchtlingshilfswerk das Exil in Tindouf für „unhaltbar“ hält

Vor dem UN-Sicherheitsrat bezeichnete der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Barham Salih, am 25. September die Lage der sahrauischen Flüchtlinge in der Nähe von Tindouf als „unhaltbar“. Die Äußerung fiel während einer Sitzung über weltweite Zwangsvertreibungen – fünf Wochen vor der Abstimmung über die Zukunft der MINURSO und zu einem Zeitpunkt, an dem Washington das UN-Flüchtlingshilfswerk bereits zur Westsahara-Frage konsultiert hat.

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Tanger / Marokko: Nach der Parlamentswahl verlagert sich der Protest gegen die Normalisierung mit Israel auf die Straße

Vier Tage nach einer Parlamentswahl mit einer Wahlbeteiligung von nur 38 Prozent und dem Wiedererstarken der PJD ist in Tanger eine Demonstration der Marokkanischen Front zur Unterstützung Palästinas verboten und anschließend aufgelöst worden. Die Annäherung an Israel, die mit der Aufwertung der diplomatischen Vertretungen zu Botschaften eine neue Stufe erreicht hat, fällt vor allem in den Zuständigkeitsbereich des Königs und weniger des Parlaments. Dort lehnt vor allem die islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) die Normalisierung ab.

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Marokko: Ein Jahr nach GenZ 212 – Einsatz für Freilassung der Inhaftierten geht weiter

Ein Jahr nach der ersten Demonstration der Protestbewegung GenZ 212 befinden sich in Marokko noch immer mehr als 600 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten in Haft. Mit der Kampagne „Free Koulchi“ („Befreit sie alle“) wollen Unterstützer an diesem Wochenende auf ihre Situation aufmerksam machen. Geplant sind Veranstaltungen in mehreren marokkanischen Städten sowie in Paris, Brüssel und Madrid, berichtet RFI.

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Parlamentswahlen in Marokko: Wahlsieger PAM soll Regierungskoalition bilden

Nach den Parlamentswahlen in Marokko und der Bekanntgabe der vorläufigen Ergebnisse zeichnet sich bereits die nächste entscheidende Etappe ab: die Bildung einer Regierungsmehrheit. Die Konsultationen sollen beginnen, sobald der König den Regierungschef ernannt hat. Die Parteien bringen sich jedoch schon jetzt in Stellung, berichtet RFI.

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Marokko–Israel: Militärische Rechnung aufgegangen, beim Westsahara-Konflikt nicht

Marokko und Israel wandeln ihre Verbindungsbüros in Botschaften um – sechs Jahre nach der Normalisierung ihrer Beziehungen, deren militärische Komponente sich tatsächlich deutlich vertieft hat. Doch bei der Westsahara, dem für Rabat wichtigsten Ziel dieser Allianz, fällt die Bilanz wesentlich schwächer aus. Wenige Wochen vor der Verlängerung des Mandats der MINURSO betrachtet Washington Algerien weiterhin als unverzichtbaren Gesprächspartner, mit dem zusammengearbeitet werden muss.

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