
Russland baut seinen Einfluss in Afrika weiter aus. Die für die russischen Kulturzentren weltweit zuständige Agentur hat die Unterzeichnung von Partnerschaftsabkommen mit bereits auf dem Kontinent tätigen lokalen Organisationen bekannt gegeben. In acht afrikanischen Ländern sollen neue sogenannte „Russische Häuser“ eröffnet werden, berichtet RFI.
Acht neue „Russische Häuser“, also russische Kulturzentren, sollen in Afrika entstehen. In der Demokratischen Republik Kongo, im Senegal, in Togo, Mali, Kenia, Madagaskar, São Tomé und Príncipe sowie Sierra Leone sollen diese Einrichtungen demnächst eröffnet werden. Grundlage dafür sind bereits bestehende lokale Strukturen, die künftig unter russischem Label arbeiten und von Moskau betreut werden sollen.
Fünf Partnerschaften dieser Art waren bereits 2024 vereinbart worden. Hinzu kommen neun staatliche Vertretungen, die Rossotrudnitschestwo nach eigenen Angaben auf dem afrikanischen Kontinent unterhält. Die russische Regierungsagentur gilt als Instrument der Einflussnahme und steht seit vier Jahren unter Sanktionen der Europäischen Union.
Kulturzentren unter Spionageverdacht
Offiziell besteht die Aufgabe der „Russischen Häuser“ darin, „Projekte rund um die russische Sprache, Wissenschaft, Kunst und russische Werte zu fördern und weiterzuentwickeln“. Es handelt sich um Kulturdiplomatie, etwa durch Filmvorführungen, Theateraufführungen oder Sprachkurse.
Europäische Geheimdienste verdächtigen diese Einrichtungen jedoch auch, neben ihren offiziellen kulturellen Aktivitäten anderen Tätigkeiten bis hin zu Spionage nachzugehen.