USA melden Stationierung von Militärkräften in Nigeria

USA melden Stationierung von Militärkräften in Nigeria

Die USA haben ein kleines Team von Soldaten nach Nigeria entsandt. Dies stellt die erste öffentliche Bestätigung amerikanischer Bodentruppen dar, seit Washington am Weihnachtstag Luftangriffe durchgeführt hat. Dies stellt die erste öffentliche Bestätigung amerikanischer Bodentruppen dar, seit Washington am Weihnachtstag Luftangriffe durchgeführt hat.

Die Angriffe richteten sich gegen terroristische Stellungen in Jabo im Verwaltungsgebiet Tangaza (Local Government Area) des Bundesstaates Sokoto und wurden vom US-Militär als „kraftvoll und tödlich“ beschrieben.

Trump hatte bereits im Oktober gewarnt, das Christentum stehe in Nigeria vor einer „existentiellen Bedrohung“, und mit einem Eingreifen der USA gedroht, falls die Angriffe auf christliche Gemeinden anhalten sollten.

General Dagvin R. M. Anderson, der Leiter des US-Afrika-Kommandos (AFRICOM), erklärte laut Reuters, die Truppenentsendung sei nach einer Vereinbarung zwischen Washington und Abuja erfolgt, wonach mehr getan werden müsse, um der terroristischen Bedrohung in Westafrika entgegenzuwirken.

„Das hat zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern geführt, einschließlich eines kleinen US-Teams, das besondere Fähigkeiten aus den Vereinigten Staaten einbringt“, sagte Anderson.

Zusammenarbeit mit nigerianischen Streitkräften

Nigerias Verteidigungsminister Christopher Musa bestätigte, dass US-Personal im Land im Einsatz ist, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten. Ein ehemaliger US-Beamter erklärte, das Team sei stark in die Aufklärung eingebunden und unterstütze die nigerianischen Streitkräfte bei Angriffen auf mit Terroristen verbundene Gruppen.

Die Entsendung folgt auf einen zunehmenden Druck der USA, nachdem Trump Nigeria vorgeworfen hatte, Christen im Nordwesten des Landes nicht ausreichend vor islamistischen Milizen zu schützen.

Die nigerianische Regierung weist zurück, religiöse Gruppen gezielt ins Visier zu nehmen, und betont, ihre Operationen richteten sich gegen Boko Haram, den Islamischen Staat in der Provinz Westafrika (ISWAP) sowie andere bewaffnete Gruppen, die sowohl christliche als auch muslimische Zivilisten angreifen.

Im vergangenen Monat lieferten die USA zudem eine neue Charge militärischer Ausrüstung an Nigeria und stärkten damit die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit, während Abuja seine Einsätze gegen Terrorgruppen intensiviert. US-Streitkräfte übergaben die Lieferungen in Abuja und betonten diesen Schritt als Unterstützung laufender Sicherheitsoperationen sowie als Zeichen des gemeinsamen Engagements für regionale Stabilität. (Quelle: Newsletter africa.businessinsider).