Zentralafrikanische Republik: Peking warnt chinesische Minenarbeiter eindringlich

Zentralafrikanische Republik: Peking warnt chinesische Minenarbeiter eindringlich

Die chinesische Botschaft in der Zentralafrikanischen Republik hat eine ungewöhnlich scharfe Warnung herausgegeben: Wer in dem von Bürgerkrieg zerrissenen Land nach Gold sucht, riskiere, als „Minen-Sklave“ zu enden – gefangen in gewalttätigen Netzwerken und skrupellosen Geschäftspartnern ausgeliefert, berichtet RFI.

Angesichts der wirtschaftlichen Flaute in China und dem Wegbrechen kleiner Jobs zieht es immer mehr Arbeiter nach Subsahara-Afrika, angezogen vom hohen Goldpreis. Zentralafrikanische Republik, Kongo, Ghana, Mali – viele dieser scheinbaren Eldorados erweisen sich laut Peking als trügerisch. Zahlreiche Goldsucher geraten in Konflikt mit dem Gesetz, oft in Regionen, die China offiziell als „rote Zonen“ eingestuft hat.

Nach Angaben der Botschaft in Bangui häufen sich Hilferufe und Notfälle: Festnahmen wegen illegaler Goldsuche, extrem hohe Geldstrafen, beschlagnahmte Ausrüstung oder sofortige Abschiebungen. Andere fallen auf fingierte Goldfelder herein, verlieren ihr gesamtes Erspartes oder werden in kriminelle Strukturen gelockt, die ihnen die Papiere abnehmen und sie unter Drohungen zur Arbeit zwingen – bis hin zur Definition als „Minen-Sklaven“.

Zu den juristischen und finanziellen Risiken kommen bewaffnete Angriffe, Entführungen, gewaltsame Auseinandersetzungen sowie Krankheiten wie Malaria, oft in abgelegenen Lagern ohne medizinische Versorgung.

Unter Berufung auf die chinesischen Richtlinien zum konsularischen Schutz fordert die Botschaft nun ihre Staatsbürger mit Nachdruck auf, die roten Zonen und jegliche Goldsuche strikt zu meiden. Alle bereits dort Tätigen sollen die Minen umgehend verlassen; allen anderen wird entschieden davon abgeraten, überhaupt zum Goldgraben in diese Regionen zu reisen.