Soldaten aus der DR Kongo und Kongo-Brazzaville in tödliche Schießerei an der Grenze verwickelt

Was ist zwischen den beiden Kongos geschehen? Am Donnerstag wurden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der Streitkräfte von Kongo-Brazzaville und der Demokratischen Republik Kongo gemeldet. Die Behörden beider Länder erklären, die Gründe für diese Eskalation bislang nicht zu kennen. Sie bestätigen jedoch Todesopfer, ohne deren genaue Zahl zu nennen, berichtet RFI.

Nach mehreren Zeugenaussagen, die RFI vorliegen, ereignete sich der Zwischenfall mitten auf dem Kongo-Fluss, der die natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern bildet. Betroffen war insbesondere das Gebiet zwischen Makotimpoko im Zentrum der Republik Kongo und Yumbi auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses in der DR Kongo.

Soldaten aus Kongo-Brazzaville, die eine routinemäßige Patrouille auf dem Fluss durchführten, trafen dort auf Angehörige der Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo (FARDC). Daraufhin kam es zu einer Schießerei, deren Ursachen bislang unklar sind.

Thérèse Kayikwamba, Außenministerin der DR Kongo, die sich zu einem Arbeitsbesuch in Kongo-Brazzaville aufhält, bezeichnete den Grenzzwischenfall als bedauerlich. Nach Angaben der Ministerin gab es dabei Todesopfer. Wie viele Soldaten bei der Schießerei ums Leben kamen, wurde jedoch nicht mitgeteilt.

Bis zur Klärung des Vorfalls rufen die Behörden beider Länder zu Zurückhaltung und Ruhe auf. Die beiden Staaten, deren Hauptstädte zu den am nächsten beieinanderliegenden Hauptstädten der Welt gehören, unterhielten bislang weitgehend problemlose Beziehungen.