Friedensfilmpreis 2026 für „TUTU“ – Doku über den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger

Friedensfilmpreis 2026 für "TUTU" – Doku über den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger
Sam Pollard bei der Vortellung seines Film. foto: Berlinale

Der Dokumentarfilm „TUTU“ von Sam Pollard wird mit dem diesjährigen Friedensfilmpreis ausgezeichnet. „Sam Pollard gelingt mit seinem eindrucksvollen Dokumentarfilm ein feinfühliges, zugleich politisch kraftvolles Porträt des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. Mit bislang unveröffentlichtem Filmmaterial von Roger Friedman und Benny Gool entfaltet der Film ein packendes Zeugnis menschlicher Größe: Er zeigt Tutu als zentrale Figur im Kampf gegen Apartheid und Rassismus ebenso wie als privaten Menschen voller Humor, Glauben und Mitgefühl. In der Verbindung von intimer Nähe und historischer Dimension entsteht ein universelles Plädoyer für den Mut, sich unerschütterlich für Menschlichkeit und Freiheit einzusetzen – über die Grenzen Südafrikas hinaus“, so die Begründung der Jury.

Über die Preisvergabe haben in diesem Jahr ausschließlich Frauen entschieden.

Die Preisverleihung findet am 22. Februar um 17 Uhr im Hackesche Höfe Kino in Berlin statt (leider bereits ausverkauft).

Der Friedensfilmpreis gehört zu den unabhängigen Preisen der Berlinale und feiert in diesem Jahr bereits seinen 40. Geburtstag: Er wird seit 1986 jährlich während der Berlinale vergeben – an einen Film, der in einer der Sparten des Festivals, vom Wettbewerb bis zum Kinderfilm, gezeigt wurde. Der Preis ehrt Filmemacher*innen für ein Werk, das durch eine eindringliche Friedensbotschaft und die ästhetische Umsetzung des Themas überzeugt.

Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro und einer Plastik des Künstlers Otmar Alt dotiert. Das Preisgeld stellt die Heinrich-Böll-Stiftung (HBS). Träger des Friedensfilmpreises sind die Heinrich-Böll-Stiftung und der Weltfriedensdienst e.V. (HBS)