
Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Rassentrennung beginnt in Südafrika ein neuer Versuch der Aufarbeitung. Eine Untersuchungskommission soll klären, warum Hunderte schwere Verbrechen nie vor Gericht gelandet sind.
Tshidiso Motasi ist gerade mal fünf Jahre alt, als die Apartheid-Polizei im Jahr 1987 mitten in der Nacht das Haus seiner Familie stürmt und seine Eltern erschießt. Am nächsten Morgen erfährt der Junge von Nachbarn, was passiert ist. Bis heute kann er sich an jedes Detail erinnern, sogar an den Schlafanzug, den er damals getragen hat. Und wie die Nachbarn in sein Zimmer kamen, um ihn wachzurütteln.“Ich hatte Angst, weil alle geschrien haben“, erinnert sich Motasi. „Dann bin ich in Panik ins Esszimmer gerannt und habe meinen Vater mit einer großen Schusswunde in einer Blutlache liegen sehen.“ Bis heute ist der brutale Doppelmord nicht aufgeklärt und niemand dafür zur Rechenschaft gezogen worden.
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