
Laut dem neuesten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), der in dieser Woche veröffentlicht wurde, sind die Waffenimporte des Königreichs zwischen 2021 und 2025 im Vergleich zum Zeitraum 2016–2020 um 12 % gestiegen. Diese Entwicklung vollzieht sich vor dem Hintergrund „anhaltender Spannungen“ mit Algerien, wie lt. RFI der Bericht ebenfalls hervorhebt.
Marokko ist in den vergangenen fünf Jahren zum größten Waffenimporteur des afrikanischen Kontinents geworden. Zu diesem Schluss kommt der jüngste Bericht des in Stockholm ansässigen Internationalen Friedensforschungsinstituts. Laut dem Dokument, das Transfers sogenannter „großer“ Waffensysteme – darunter gepanzerte Fahrzeuge, Kampfflugzeuge, Kriegsschiffe und Raketensysteme – erfasst, sind die Einkäufe des Königreichs zwischen 2021 und 2025 im Vergleich zur Periode 2016–2020 um 12 % gestiegen.
Auf Rang 28 der weltweiten Waffenimporteure setzt das Land damit seine Modernisierung der Streitkräfte fort. Diese Entwicklung findet in einem regionalen Kontext statt, der laut Bericht von „anhaltenden Spannungen“ mit dem Nachbarland Algerien geprägt ist. Dem Bericht zufolge hat Algier im selben Zeitraum seine Waffenimporte hingegen reduziert. Das Stockholm International Peace Research Institute mahnt jedoch zur Vorsicht bei der Interpretation dieser Zahlen und weist darauf hin, dass Algerien bei der Offenlegung seiner militärischen Beschaffungen sehr zurückhaltend ist.
Die USA, Israel und Frankreich als wichtigste Lieferanten
Bei der Beschaffung stützt sich Marokko auf drei Hauptlieferanten. An erster Stelle stehen die Vereinigten Staaten, die rund 60 % der Lieferungen ausmachen. Es folgen Israel mit 24 % sowie Frankreich mit etwa 10 %.
Diese vom Institut erhobenen Daten zeigen insbesondere die jüngste Intensivierung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Rabat und Israel, vor allem im Bereich von Überwachungs- und Aufklärungssystemen.
Im Gegensatz zu Marokko sind die Waffenimporte der übrigen afrikanischen Staaten zwischen 2021 und 2025 um 41 % zurückgegangen. In diesem Zeitraum waren die wichtigsten Waffenlieferanten des Kontinents die Vereinigten Staaten (19 %), gefolgt von China, Russland und schließlich Frankreich.