Sudan-Konferenz: „Erhöhung der Hilfsgelder allein reicht nicht aus”

Sudan-Konferenz: „Erhöhung der Hilfsgelder allein reicht nicht aus”
Symbolbild

„Die Zusagen von heute sind ein wichtiges Signal – der Sudan wurde von der internationalen Gemeinschaft trotz des immensen Ausmaßes der Krise zu lange verdrängt. Aber eine geplante Erhöhung der Hilfsgelder allein reicht nicht aus. Im Sudan sterben Menschen nicht nur an Bomben, sondern auch daran, dass Hilfe weiter blockiert wird.  Hunderttausende Menschen im Sudan müssen aktuell ohne jede Art von Hilfe auskommen. Wohlklingende Versprechen allein können daran nichts ändern.

Die Bundesregierung und weitere Staaten mit Einfluss auf die Kriegsakteure müssen sicherstellen, dass nun auch in der Realität mehr Spielraum für humanitäre Hilfe geschaffen wird. Damit wir endlich im nötigen Ausmaß unsere Arbeit leisten können und Sudanes*innen in allen Regionen die lebenswichtige Unterstützung bekommen, die sie so dringend brauchen,“ Zum Ergebnis der heutigen Sudan-Konferenz in Berlin sagt Sarah Meschenmoser, Leiterin der Politischen Abteilung von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, zum Ergebnis der heutigen Sudan-Konferenz in Berlin.

Ahmed Abdelrahman, Leiter der Programmabteilung von Ärzte ohne Grenzen in Brüssel und Vertreter von Ärzte ohne Grenzen bei der Konferenz, kommentiert die Ergebnisse wie folgt: „Während wir heute in Berlin tagen, werden im Sudan Krankenhäuser bombardiert und Zivilist*innen mit Drohnen angegriffen. Die Taten geschehen oft dort, wo humanitären Helfer*innen der Zugang verwehrt bleibt – und sie bleiben straflos. Humanitäre Hilfe kann fehlenden Schutz nicht ersetzen. Die Teilnehmerstaaten müssen das Momentum nutzen und den Worten konkrete Taten folgen lassen. Die Angriffe auf die Zivilbevölkerung, auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal müssen sofort aufhören und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.” (MsF)