
Der amtierende UN-Generalsekretär, dessen Mandat Ende des Jahres ausläuft, hat am Dienstag, dem 22. September, seine letzte Eröffnungsrede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen gehalten. Darin setzte sich Antonio Guterres für die Vision einer gerechteren Welt ein und rief die Staats- und Regierungschefs unter anderem dazu auf, den Sicherheitsrat zu reformieren und Afrika einen ständigen Sitz in diesem Gremium einzuräumen, berichtet RFI.
In seiner letzten Eröffnungsrede vor der UN-Generalversammlung ging Antonio Guterres am Dienstag, dem 22. September, ausführlich auf die mangelnden Reformen der Institutionen der Vereinten Nationen ein. Dies gelte insbesondere für den Sicherheitsrat, dessen Struktur noch immer maßgeblich von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs geprägt ist.
80 Jahre später verfüge diese Struktur jedoch längst nicht mehr über dieselbe Legitimität wie damals und entspreche auch nicht mehr den Anforderungen, die die Bewältigung heutiger Krisen an die internationale Gemeinschaft stellt.
„Die Welt hat sich seit [dem Ende des Zweiten Weltkriegs] grundlegend verändert, doch diese Veränderungen spiegeln sich im Sicherheitsrat bei Weitem nicht wider. Das deutlichste Beispiel dafür ist Afrika: Als die Vereinten Nationen gegründet wurden, lebten die meisten afrikanischen Länder noch unter kolonialer Herrschaft“, erklärte der UN-Generalsekretär.
Weiter sagte er: „Heute jedoch hat Afrika [dessen Staaten inzwischen unabhängig sind, Anm. d. Red.] keinen ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Ein Sicherheitsrat des 21. Jahrhunderts ohne eine ständige Vertretung Afrikas ist ungerecht und nicht zu rechtfertigen. Das muss sich ändern.“
In seiner Rede gab Antonio Guterres den Staats- und Regierungschefs noch eine weitere Empfehlung mit auf den Weg: Die internationale Finanzarchitektur müsse dringend reformiert und die Schuldenlast vieler Staaten verringert werden, um für mehr Effizienz und Gerechtigkeit zu sorgen.