Schlagwort-Archive: Afrika

Afrikanischer Fußballverband: CAF-Dringlichkeitskomitee beschließt Verschiebung der Qualifikationsspiele für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Qatar 2022

Lt. einem am 6. Mai veröffentlichten Kommuniqué hat das CAF-Dringlichkeitskomitee in Absprache mit der FIFA beschlossen, die afrikanischen Qualifikationsspiele für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022 ™, die im Juni 2021 ausgetragen werden sollten, zu verschieben. Die Verschiebung erfolgte in Anbetracht der Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ergaben, und der Sorge, optimale Spielbedingungen für alle teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten. Afrikanischer Fußballverband: CAF-Dringlichkeitskomitee beschließt Verschiebung der Qualifikationsspiele für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Qatar 2022 weiterlesen

MANUYOO: Lifestyle Made in Afrika – Berliner Startup setzt auf Handel statt auf Hilfsgelder

MANUYOO: Ein Berliner Startup mit einem radikal neuen Ansatz in den Beziehungen mit Afrika. Um die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent weiterzutreiben, setzt man nicht auf Hilfsgelder sondern auf Handel. MANUYOO vertreibt junge Marken und Produkte aus allen 55 Ländern Afrikas. Laufschuhe aus Kenia, Palmenlikör aus Benin, Manufaktur-Schokolade und hochwertige Kosmetik aus Ghana, Designer- Mode aus Südafrika. Produkte abseits der üblichen Afrika-Klischees. MANUYOO: Lifestyle Made in Afrika – Berliner Startup setzt auf Handel statt auf Hilfsgelder weiterlesen

Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit größte Naturschutzgebiet

Bild: Arpat Ozgul/UZH

Das weltweit größte Landschutzgebiet liegt im Süden Afrikas und umfasst 520’000 Quadratkilometer in fünf Ländern. Eine Studie der Universität Zürich ergab nun, dass der stark bedrohte afrikanische Wildhund auf seiner langen Wanderschaft meist innerhalb des Kavango-Zambezi-Schutzgebietes bleibt. Dessen Grenzen bestätigen somit die wichtigsten Wildkorridore zur Erhaltung dieser und weiterer bedrohten Tierarten. Afrikanische Wildhunde als Botschafter für das weltweit größte Naturschutzgebiet weiterlesen

Africa Day @home beim DOK.fest München 2021: Drei Filme aus und über Afrika und Podiumsdiskussion im Online-Programm

Filmstill aus THE LAST SHELTER (Africa Day 2021) von Ousmane Samassékou

Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival kommt wieder zu Ihnen nach Hause! DOK.fest München 2021 @home zeigt vom 05. bis 23. Mai eine Auswahl der besten internationalen Dokumentarfilme auf der digitalen Leinwand @home. 131 Filme aus 43 Ländern auf Ihrem Bildschirm: Wir präsentieren großes Dokumentarfilmkino in unseren Wettbewerben und weitere Film-Highlights in den Programmsektionen. Das virtuelle Rahmenprogramm mit Eröffnung und Filmgesprächen garantiert ein digitales Festivalgefühl. Africa Day @home beim DOK.fest München 2021: Drei Filme aus und über Afrika und Podiumsdiskussion im Online-Programm weiterlesen

Afrika: Fehlende Impfstoffe erhöhen das Risiko eines Wiederaufflammens von COVID-19

Die Durchimpfungsrate ist in Afrika niedriger als in jeder anderen Region der Welt
Die verzögerte Lieferung von COVID-19-Impfstoffdosen, die vom Serum Institute of India hergestellt wurden, nach Afrika sowie die langsame Einführung des Impfstoffs und das Auftreten neuer Varianten bedeuten, dass das Risiko einer neuen Infektionswelle in Afrika weiterhin hoch ist. Afrika: Fehlende Impfstoffe erhöhen das Risiko eines Wiederaufflammens von COVID-19 weiterlesen

ORF berichtet über Missbrauch in SOS-Kinderdörfern in Afrika und Asien

©Coyot/Pixabay

In 20 Ländern in Afrika und Asien sollen in Einrichtungen von SOS-Kinderdorf betreute Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch geworden sein, berichtet heute der ORF. SOS-Kinderdorf Österreich machte die Kinderschutzverletzungen heute publik und zeigte sich tief betroffen. ORF berichtet über Missbrauch in SOS-Kinderdörfern in Afrika und Asien weiterlesen

Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika: rund 78.000 Jahre alte Kindergrabstätte in Höhle in Kenia entdeckt

Die Pangy ya Saidi-Höhle. In der durch Bohlen abgesicherten Grube im Vordergrund wurde die 78.000 Jahre alte Grabstätte eines Kindes entdeckt. © Mohammad Javad Shoaee

Ein internationales Forschungsteam berichtet in einer aktuellen Studie über die früheste Bestattung eines modernen Menschen in Afrika. Das zweieinhalb- bis dreijährige Kind wurde vor rund 78.000 Jahren in gebückter Haltung in einem flachen Grab direkt unter dem schützenden Felsüberhang am Eingang der Höhle begraben. Die Bestattung in Panga ya Saidi reiht sich ein in die wachsende Zahl an Hinweisen auf frühe komplexe soziale Verhaltensweisen von Homo sapiens.

Obwohl auf dem afrikanischen Kontinent die frühesten Hinweise auf die Lebensweise von Homo sapiens gefunden wurden, sind Belege für frühe Bestattungen in Afrika sehr selten und oft nicht eindeutig. Daher ist nur wenig über den Ursprung und die Entwicklung der solcher Praktiken auf dem Kontinent bekannt, auf dem unsere Spezies entstand. Der Fund eines Kinderskelettes, das vor 78.000 Jahren am Eingang der Panga ya Saidi-Höhle begraben wurde, ändert das nun und gibt Aufschluss darüber, wie die Menschen in der afrikanischen Mittleren Steinzeit mit ihren Toten umgingen.

Seit 2010 die Ausgrabungen im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zwischen Archäologen und Archäologinnen des Jenaer des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Nationalmuseen von Kenia (Nairobi) begannen, ist die Höhle Panga ya Saidi nahe der kenianischen Küste ein wichtiger Ort für die Erforschung der menschlichen Ursprünge.

„Als wir Panga ya Saidi zum ersten Mal besuchten, wussten wir sofort, dass diese Stätte etwas ganz Besonderes ist“, sagt Professor Nicole Boivin, Leiterin des Projekts und Direktorin der Abteilung für Archäologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. „Die Stätte ist wirklich einzigartig. Wiederholte Ausgrabungen in Panga ya Saidi haben mittlerweile dazu beigetragen, sie als Schlüsselstätte für die ostafrikanische Küste zu etablieren, mit einer außergewöhnlichen, einen Zeitraum von 78.000 Jahren umfassenden archäologischen Aufzeichnung von frühen menschlichen kulturellen, technologischen und symbolischen Aktivitäten.“

Teile der Knochen des Kindes wurden erstmals 2013 bei Ausgrabungen in Panga ya Saidi entdeckt, aber erst 2017 wurde die kleine Grube mit den Knochen vollständig freigelegt. Etwa drei Meter unterhalb des heutigen Bodens der Höhle gelegen enthielt die flache, kreisförmige Grube eng zusammengedrängte, stark zersetzte Knochen, die vor Ort stabilisiert und mit Gips ummantelt werden mussten. „Zu diesem Zeitpunkt waren wir nicht sicher, was wir gefunden hatten. Und die Knochen waren einfach zu empfindlich, um sie vor Ort zu untersuchen“, erklärt Dr. Emmanuel Ndiema von den Nationalmuseen von Kenia. „Wir hatten also einen Fund, den wir ziemlich aufregend fanden – aber es dauerte noch eine Weile bis wir seine volle Bedeutung bestimmen konnten.“

Nach dem Sichern der Knochenreste gegen weitere Beschädigungen wurden der Sedimentblock mit den Überresten zunächst in das Nationalmuseum in Nairobi und später zur weiteren Ausgrabung, Spezialbehandlung und Analyse in die Labore des Nationalen Forschungszentrums für menschliche Evolution (CENIEH) in Burgos, Spanien, gebracht.

Zähne gaben Hinweise auf ein Kind
Zwei Zähne, die zu Beginn der Arbeiten im Labor freigelegt wurden, legten die Vermutung nahe, dass es sich um menschliche Überreste handelt. Spätere Arbeiten am CENIEH bestätigten, dass die Zähne zu einem zweieinhalb- bis dreijährigen menschlichen Kind gehörten, das später den Spitznamen „Mtoto“ erhielt, was auf Suaheli „Kind“ bedeutet.

In monatelanger, akribischer Arbeit in den Labors des CENIEH wurden spektakuläre neue Entdeckungen gemacht. „Wir begannen, Teile des Schädels und des Gesichts freizulegen, einschließlich des Unterkiefers mit einigen nicht durchgebrochenen Zähnen und der Verbindung zum Oberkiefer“, erzählt Professor María Martinón-Torres, Direktorin am CENIEH. „Auch die Verbindung zwischen Wirbelsäule und einigen Rippen, ja sogar die Krümmung des Brustkorbs waren auf wundersame Weise erhalten. Das alles deutet darauf hin, dass der Körper unversehrt bestattet wurde und die Verwesung direkt in der Grube stattfand, in der die Knochen gefunden wurden.“

Die mikroskopische Analyse der Knochen und des sie umgebenden Erdreichs bestätigte, dass der Körper unmittelbar nach der Bestattung mit Erde bedeckt wurde und er in der Grube verweste. Das sind klare Hinweise darauf, dass Mtoto kurz nach seinem Tod und bewusst bestattet wurde.

Da Mtotos Körper auf der rechten Seite liegend und mit zur Brust gezogenen Knien gefunden wurde, geht das Forschungsteam zudem davon aus, dass das Begräbnis sorgfältig vorbereitet und der Körper hierfür eng umhüllt wurde. Martinón-Torres ergänzt: „Noch bemerkenswerter ist, dass die Position des Kopfes in der Grube darauf hindeutet, dass er auf einer Unterlage gelegen haben könnte, zum Beispiel auf einem Kissen. Vermutlich hat die Gemeinschaft irgendeine Form von Bestattungsritus durchgeführt.“

Bestattungen bei modernen Menschen und Neandertalern
Die Lumineszenz-Datierung datiert das Alter der Bestattung von Mtoto sicher auf 78.000 Jahre. Damit handelt es sich um die älteste bekannte Bestattung eines Menschen in Afrika. Spätere Bestattungen aus der Steinzeit Afrikas enthalten ebenfalls junge Individuen – vielleicht ein Hinweis, dass der Körper von Kindern zu dieser Zeit besonders behandelt wurde.

Die archäologischen Schichten, in denen die menschlichen Überreste gefunden wurden, enthielten auch Steinwerkzeuge, die der afrikanischen Mittleren Steinzeit zugeordnet werden – einer sehr typischen Technik, die verschiedenen Hominin-Spezies zugeschrieben wird. „Die Verbindung zwischen der Bestattung dieses Kindes und den Werkzeugen der Mittleren Steinzeit hat einen entscheidend Beleg geliefert, dass Homo sapiens, im Gegensatz zu anderen Arten von Homininen, diese markante Technik herstellte“, erklärt Ndiema.

Obwohl die Entdeckung von Panga ya Saidi den frühesten Beweis für eine Bestattung in Afrika darstellt, reichen Bestattungen von Neandertalern und modernen Menschen in Eurasien bis zu 120.000 Jahre zurück und umfassen Erwachsene ebenso wie einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Die Gründe für das Fehlen von vergleichbar frühen Bestattungen in Afrika bleiben rätselhaft, möglicherweise beruhen sie auf Unterschieden in den Bestattungspraktiken oder dem Mangel an Feldforschung in großen Teilen des afrikanischen Kontinents.

„Die Bestattung von Panga ya Saidi zeigt, dass die Beerdigung der Toten eine kulturelle Praxis ist, die Homo sapiens und Neandertaler gemeinsam haben“, sagt Professor Michael Petraglia vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. „Dieser Fund wirft Fragen nach dem Ursprung und der Entwicklung von Bestattungspraktiken zwischen zwei eng verwandten menschlichen Arten auf und danach, inwieweit sich unsere Verhaltensweisen und Emotionen voneinander unterscheiden.“ (Max Planck Institut)

 

Arte Afrika-TV-Tipp: Hyänen (Senegal)

Im senegalesischen Dorf Colobane macht ein Gerücht die Runde: Die schwerreiche und nicht minder betagte Linguère Ramatou soll nach über 30 Jahren Abwesenheit zurückkehren. Das verspricht ungekannten Reichtum für die Dorfbewohner, die gleich beim beliebten Ladenbesitzer Draman Drameh auf Pump einkaufen. Drameh aber hat noch eine alte Rechnung mit Ramatou offen … Arte Afrika-TV-Tipp: Hyänen (Senegal) weiterlesen