WELT-SICHTEN /Südsudan: „Das Öl hat nur tote Kühe und kranke Kinder gebracht“

Im Zivilkrankenhaus von Bentiu hält Nyapuka Nios ihr Neugeborenes im Arm. Die aus Rotriak stammende Frau brachte wenige Tage zuvor ein Kind zur Welt, das sichtbare Fehlbildungen an den Händen und der Oberlippe aufweist. ©Marco Simoncelli

Das Unity-Ölfeld zählt zu den wichtigsten Export- und Einnahmequellen des jungen Staats Südsudan. Gleichzeitig beuteln Korruption und schwere Umweltzerstörung Land und Menschen, deren Überleben weitgehend von humanitärer Hilfe abhängt.

Ein junges Mädchen geht auf einem Deich entlang, auf dem Kopf ein Waschzuber. Hinter ihr zieht ihr kleiner Bruder einen leeren Kanister; er will ihn gleich mit Wasser füllen. Auf der einen Seite des Deichs reihen sich die Zelte der Vertriebenen, auf der anderen erstreckt sich das Wasser bis zum Horizont – seit Jahren zieht es sich nicht mehr zurück. Wir sind in Bentiu im Bezirk Rubkona, mitten im Bundesstaat Unity im Norden des Südsudan.

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