Irans Kontrolle über das Rote Meer gefährdet u.a. europäischen Handel mit Afrika

Von Irak aus, wo starke mit Iran verbündete Kräfte operieren, ist die saudische Ost-west-Pipeline vergangene Nacht beschossen und stark beschädigt worden. Sie verbindet die Ölfelder im Osten Saudi-Arabiens mit dem Westen – also dem Ölhafen Yanbu am Roten Meer. So kann die gefährliche Route durch die Strasse von Hormuz umgangen werden.

Täglich können hier 7 Mio. Barrel (à 159 l) ans Rote Meer gelangen und von dort durch das Bab al-Mandab in den Indischen Ozean nach Asien – oder durch den Suezkanal nach Europa.

Der jetzige Angriff auf diese Pipeline, die Saudis Ölexporte auch in Krisenzeiten sichern soll, ist eine Aktion, die den Angriff der jemenitischen Huthis (Schiiten, die mit Iran verbündet sind) auf die direkt in der Meerenge Bab al-Mandab gelegene Insel Perim, ergänzt.

Zunehmend gewinnen Iran und seine Alliierten die Kontrolle über das Rote Meer. Dies gefährdet nicht nur den Ölhandel, sondern auch den europäischen Handel mit Afrika und Asien, der auf den Suezkanal und das Bab al-Mandab angewiesen ist. (Alfred Schlicht)