
Burkina Fasos Militärregierung unter Ibrahim Traoré verschärft die Kontrolle über Nichtregierungsorganisationen. Nach neuen Vorschriften müssen NGOs künftig mindestens 80 Prozent ihres Budgets direkt in Projekte vor Ort investieren. Verwaltungskosten sollen damit deutlich begrenzt werden.
Die am 24. September 2026 vom Ministerrat beschlossenen Regeln sehen zudem strengere Voraussetzungen für die offizielle Anerkennung von Hilfsorganisationen vor. Einheimische Organisationen müssen eine Rahmenvereinbarung mit dem Staat abschließen, für ausländische NGOs ist eine spezielle Niederlassungsvereinbarung vorgesehen. Zudem müssen sie eine bestimmte Mindesthöhe an Investitionen nachweisen.
Bereits im Land tätige Organisationen erhalten zwei Jahre Zeit, um sich an die neuen Bestimmungen anzupassen. In dieser Übergangsphase können die Behörden ihre Finanzen, Verwaltung und Aktivitäten überprüfen.
Die Maßnahmen setzen die seit 2025 verschärfte Regulierung des NGO-Sektors fort. Bereits im vergangenen Jahr wurden die gesetzlichen Kontrollen ausländischer Organisationen ausgeweitet. Zudem müssen anerkannte NGOs ihre finanziellen Rücklagen, Zuschüsse und Spenden auf staatlich kontrollierten Konten hinterlegen.
Nach Angaben der Regierung sollen die neuen Vorschriften gewährleisten, dass ein möglichst großer Teil der im Namen der Bevölkerung eingeworbenen Hilfsgelder tatsächlich in konkrete Projekte fließt. (Quelle: africa.businessinsider)