
Senegal: Ousmane Sonko erneut zum Vorsitzenden der Pastef-Partei gewählt
Der Präsident der senegalesischen Nationalversammlung und ehemalige Premierminister Ousmane Sonko wurde am Samstag mit großer Mehrheit erneut zum Vorsitzenden seiner Partei Pastef (Les Patriotes) gewählt. Die Wiederwahl erfolgt in einer Phase politischer Spannungen im Senegal.
„Herr Ousmane Sonko wurde einstimmig für eine Amtszeit von sechs Jahren zum Präsidenten der Partei Pastef Les Patriotes gewählt“, erklärte Ngouda Mboup, Vorsitzender der Hohen Regulierungsbehörde der Pastef-Partei. Delegierte der nationalen Parteisektionen sowie der Diaspora kamen in Diamniadio bei Dakar zum ersten Parteikongress zusammen. (Quelle: Africanews)
Simbabwe: Das Spitzmaulnashorn kehrt nach 30 Jahren zurück
Das Spitzmaulnashorn, eine symbolträchtige Tierart Afrikas, kehrt nach rund drei Jahrzehnten in den Matusadona-Nationalpark in Simbabwe zurück. Anfang der 1990er Jahre hatten die Behörden die letzten Tiere aus dem Park evakuiert, um sie vor Wilderei zu schützen. In dieser Woche wurden 17 Tiere wieder angesiedelt – die ersten Spitzmaulnashörner, die seit den frühen 1990er Jahren erneut den Boden des Parks betreten. Damals waren die Tiere wegen ihrer Hörner massiv von Wilderern bedroht, und nur noch 16 Exemplare lebten im gesamten Park. Die nun zurückgebrachten Tiere sind Nachkommen der einst evakuierten Nashörner. Ihre Rückkehr wurde durch die verbesserte Sicherheitslage und erfolgreiche Schutzmaßnahmen möglich. (Quelle: RFI)
Elfenbeinküste: Lokale Verarbeitung soll den Kaffeesektor wiederbeleben
Der einst bedeutende ivorische Kaffeesektor sucht nach neuen Perspektiven. In der Sendung Grand Talk auf Life TV erklärte der ivorische Rohstoffexperte Denis Seudieu am 3. Juni 2026, dass die Zukunft der Branche vor allem in der lokalen Verarbeitung liege.
Nach Ansicht des Spezialisten für Risikomanagement auf Rohstoffmärkten müsse die Elfenbeinküste eine vollständige Wertschöpfungskette aufbauen, anstatt weiterhin hauptsächlich Rohkaffee zu exportieren. In den ersten Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit war Kaffee eine wichtige Devisenquelle des Landes. Aufgrund starker Schwankungen auf dem Weltmarkt verlagerte sich der Schwerpunkt jedoch zunehmend auf den Kakaoanbau. (Quelle: Apanews)
DR Kongo: FARDC widersprechen Rubio und werfen Ruanda Verstöße gegen Friedensabkommen vor
Während die diplomatischen Bemühungen zur Befriedung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo fortgesetzt werden, dauern die Kämpfe vor Ort an. Die kongolesischen Streitkräfte (FARDC) beschuldigten am 6. Juni 2026 erneut die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe AFC/M23, ihre militärischen Offensiven trotz der Verpflichtungen aus den Friedensprozessen von Washington und Doha fortzusetzen. Der kommissarische FARDC-Sprecher, Oberstleutnant Mak Hazukay Mongba, berichtete von Angriffen in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, die Tote, neue Flüchtlingsbewegungen und erhebliche Sachschäden verursacht hätten. Nach Ansicht Kinshasas stellen diese Angriffe einen klaren Verstoß gegen die vereinbarten Waffenstillstandsregelungen dar. (Quelle: Afrik.com)
Kamerun: Brauerei UCB nimmt neue Produktionsanlage im Moungo in Betrieb
Die Union Camerounaise de Brasseries (UCB), ein 1972 gegründetes kamerunisches Industrieunternehmen, hat die Inbetriebnahme der ersten Produktionslinie ihrer zweiten Fabrik im Département Moungo bekannt gegeben. Die neue Anlage an der Grenze zwischen den Regionen Littoral und Südwesten ergänzt die bestehenden Produktionskapazitäten des Unternehmens. Das Projekt erforderte Investitionen in Höhe von mehreren zehn Milliarden CFA-Franc. Mit der neuen Fabrik sollen die Produktionskapazitäten deutlich erhöht und die steigende Nachfrage auf dem heimischen Markt gedeckt werden. Produziert werden unter anderem Getränke in 50-cl- und 33-cl-Flaschen sowie verschiedene aromatisierte Getränke. (Quelle: Africapresse)
Zentralafrika: Die Region gerät in den Sog eines neuen globalen Ölkonflikts
Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran verändert die globale Energielandschaft grundlegend.
Durch den Ausfall von nahezu zehn Millionen Barrel Öl pro Tag – etwa zehn Prozent des weltweiten Verbrauchs – entsteht ein erheblicher Angebotsengpass. Besonders die asiatischen Volkswirtschaften, die stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängig sind, suchen verstärkt nach alternativen Bezugsquellen in Europa und Afrika.Diese Entwicklung hat bereits zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise geführt und verschärft den Wettbewerb um verfügbare Ressourcen. (Quelle: Les Dépêches de Brazzaville)
Südafrika: Rand unter Druck wegen sinkender Devisenreserven
Der südafrikanische Rand schloss die Woche schwächer ab. Anleger reagieren besorgt auf den Rückgang der Devisenreserven und die Unsicherheiten rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Am Freitag notierte die südafrikanische Währung bei 16,40 Rand je US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Nach Angaben der südafrikanischen Zentralbank sanken die internationalen Reserven von 73,76 Milliarden US-Dollar Ende April auf 73,47 Milliarden US-Dollar Ende Mai. (Quelle: Fineco)
Burkina Faso: Ehemaliger Sicherheitschef von Damiba zu elf Jahren Haft verurteilt
Die burkinische Justiz hat Hauptmann Abdoul Kader Zanré, den ehemaligen Sicherheitschef des früheren Übergangspräsidenten Paul-Henri Sandaogo Damiba, zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, davon fünf Jahre ohne Bewährung.
Das Gericht in Ouagadougou befand ihn der Beihilfe zur vorsätzlichen Zerstörung privaten Eigentums durch Brandstiftung sowie der Gefährdung von Menschenleben schuldig. Der Fall betrifft den Brand eines Fahrzeugs von Imhotep Bayala, dem Koordinator der Bewegung „Deux Heures pour Nous, Deux Heures pour Kamita“. (Quelle: Africa Radio)
Äthiopien: Mindestens elf Zivilisten in Oromia getötet
Zwischen dem 31. Mai und dem 3. Juni wurden in der äthiopischen Region Oromia mindestens elf Zivilisten von bewaffneten Männern getötet.
Die äthiopischen Behörden machen die Oromo-Befreiungsarmee (OLA) verantwortlich, die von Addis Abeba als Terrororganisation eingestuft wird.
Seit 2018 kämpfen die Bundesstreitkräfte gegen die OLA, die nach eigenen Angaben für die Rechte der rund 40 Millionen Einwohner Oromias eintritt. Oromia ist die größte und bevölkerungsreichste Region Äthiopiens und umfasst auch die Hauptstadt Addis Abeba. (Quelle: Le Monde Afrique)
Gabun/Booué: Projekt für 400-MW-Wasserkraftwerk nimmt Gestalt an
Bei einem Besuch des künftigen Standorts des Wasserkraftwerks von Booué wurde der gabunische Minister für universellen Zugang zu Wasser und Energie, Philippe Tonangoye, von Vertretern der Gabon Power Company (GPC) sowie der Weltbank begleitet.
Der Besuch knüpft an laufende Gespräche mit technischen und finanziellen Partnern an, um die Voraussetzungen für den Baubeginn zu schaffen.
Die Delegation besichtigte die beiden ausgewählten Standorte für den Staudamm und das Wasserkraftwerk. Die Auswahl erfolgte auf Grundlage von Vorstudien, die von der Gabon Power Company gemeinsam mit dem französischen Energieunternehmen EDF durchgeführt wurden. Das Projekt soll künftig Teil eines nationalen Stromverbundnetzes werden und neben Libreville auch die wichtigsten Industrie- und Bergbauregionen Gabuns mit Energie versorgen. (Quelle: Gabon Media Time)