Burkina Faso: Verwirrung nach Schüssen in der Nacht nahe der Präsidentschaft

Burkina Faso: Verwirrung nach Schüssen in der Nacht nahe der Präsidentschaft
Symbolbild

Mehrere Schüsse waren in der Nacht von Samstag, 28. Februar, auf Sonntag, 1. März, in der Umgebung der Präsidentschaft von Burkina Faso zu hören. Die Hypothese eines Putschversuchs wurde rasch verworfen. Der Vorfall könnte mit „Spannungen zwischen Militärangehörigen hinsichtlich des Umgangs mit der Sicherheitslage“ im Land zusammenhängen, wo in den vergangenen Wochen mehrere Armeestellungen von Dschihadistengruppen angegriffen wurden, berichtet RFI.

Was geschah in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März im Bereich der Präsidentschaft von Burkina Faso? Kurz nach Mitternacht waren in Ouagadougou Detonationen zu hören. Daraufhin schlugen die „Wayiyans“ – Unterstützer des Militärregimes von Hauptmann Ibrahim Traoré – Alarm, da sie von einem Putschversuch ausgingen. Wenig später relativierten sie diese Annahme in einem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video.

„Alles soll mit einem Schuss auf ein Fahrzeug begonnen haben, in dem entzündliche Produkte gelagert waren“, erklärte eine Sicherheitsquelle gegenüber Radio France Internationale (RFI). Wie auch immer – das dadurch ausgelöste Feuer erfasste anschließend mindestens sechs weitere Fahrzeuge, die auf dem Gelände der Präsidentschaft geparkt waren, bevor es von herbeigeeilten Feuerwehrkräften unter Kontrolle gebracht wurde.

Mehrere Armeestellungen in den vergangenen Wochen angegriffen

Obwohl die Präsidentschaft von Burkina Faso zu diesem Vorfall keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, geht dieselbe Quelle davon aus, dass er mit „Spannungen zwischen Militärangehörigen über die Handhabung der Sicherheitslage“ zusammenhängt. Demnach seien Offiziere, Unteroffiziere und Einheitskommandeure, die zu einem Treffen in der Hauptstadt erwartet wurden, der Vorladung nicht gefolgt, berichten weitere Quellen.

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Stellungen der burkinischen Streitkräfte von bewaffneten terroristischen Gruppen angegriffen, ohne dass die Regierung oder der Generalstab der Streitkräfte Angaben zur Opferbilanz dieser Angriffe gemacht hätten.

Von RFI kontaktierte Einwohner von Ouagadougou erklärten hingegen, sie gingen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach und hätten keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen bemerkt.