DRK–Ruanda: Washington will die Gespräche zwischen Kinshasa und Kigali wieder aufnehmen

DRK–Ruanda: Washington will die Gespräche zwischen Kinshasa und Kigali wieder aufnehmen

Obwohl die Vereinigten Staaten stark durch den Krieg im Iran gebunden sind, möchten sie in der Krise zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo (DRK) wieder die Initiative ergreifen. Um die Staatschefs beider Länder, deren Positionen weiterhin weit auseinanderliegen, erneut an einen Tisch zu bringen, wurden in den vergangenen Tagen mehrere Treffen in Washington einberufen. Hintergrund ist die Vorbereitung eines dreiseitigen Treffens, das für Mittwoch, den 18. März, geplant ist, berichtet RFI.

Auf die Verschlechterung der Lage im Osten der DRK angesprochen, erklärte Donald Trump vor einer Woche kurz, er hoffe, dass die beiden Hauptstädte „schnell miteinander sprechen“ würden.

Am Dienstag, den 17. März, fanden zwei bilaterale Treffen statt: einerseits zwischen kongolesischen und amerikanischen Delegierten, andererseits zwischen ruandischen und amerikanischen Vertretern. Laut mehreren diplomatischen Quellen ging es zunächst darum, „die Lage auszuloten“ und die kommenden Gespräche vorzubereiten.

Ein Neustart in angespannter Atmosphäre
Die Initiative erfolgt in einem besonders sensiblen Kontext: Sie findet zwei Wochen nach der Verhängung amerikanischer Sanktionen gegen die ruandische Armee und eine Woche nach dem Tod einer französischen Helferin bei einem Drohnenangriff in Goma statt.

Da das Dossier als heikel gilt, haben die Vereinigten Staaten bislang weder Katar noch die Europäische Union in ihre Initiative einbezogen. Ziel ist es, den Prozess nicht zu verkomplizieren und schneller voranzukommen.

Das Treffen am Mittwoch, dem 18. März, das sowohl die Wiederaufnahme diplomatischer Bemühungen als auch die militärische Lage vor Ort behandeln soll, dürfte jedoch schwierig werden, da die Positionen der beiden Konfliktparteien weiterhin stark divergieren. Während Kinshasa den vorherigen Abzug ruandischer Truppen fordert, entgegnet Kigali, es komme „nicht infrage, alles gleichzeitig zu bekommen“, und wirft der DRK vor, weiterhin mit den FDLR zusammenzuarbeiten, um Ruanda zu destabilisieren, so diplomatische Quellen.

Washington beabsichtigt seinerseits, die Gelegenheit zu nutzen, um eigene Botschaften zu übermitteln. Eine offizielle Stellungnahme ist bislang jedoch nicht angekündigt, es sei denn, das Treffen führt zu „einer konkreten Entscheidung“, die den Friedensprozess wieder in Gang bringen könnte, so eine diplomatische Quelle.