
Mit dem Abschluss der Sechzehntelfinals der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist die erste K.-o.-Runde beendet. Nach den letzten Spielen und den letzten Hoffnungen des afrikanischen Kontinents stehen nur noch zwei afrikanische Mannschaften im Achtelfinale.
Neun Teams waren für Afrika an den Start gegangen. Darunter erfahrene Mannschaften wie Marokko und Senegal sowie Nationen wie Ghana und Algerien, für die eine K.-o.-Phase bei einer WM lange zurücklag. Hinzu kamen mehrere Debütanten auf diesem Niveau: Südafrika, die Elfenbeinküste, die Demokratische Republik Kongo, Kap Verde und Ägypten.
Am Ende bleiben vor allem zwei positive Überraschungen. Zum einen die starke Leistung Marokkos, das die deutlich erfahrenere Mannschaft der Niederlande aus dem Turnier warf. Zum anderen der historische Erfolg Ägyptens: Die Pharaonen erreichten erstmals diese Runde und qualifizierten sich nach einem Elfmeterschießen gegen Australien für das Achtelfinale.
Auch Kap Verde kann trotz des Ausscheidens stolz auf seine Leistung sein. Gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien lieferten die „Blauen Haie“ einen spektakulären und kämpferischen Auftritt ab und sorgten mit ihrer mutigen Spielweise für eine der positiven Überraschungen des Turniers.
Bei den übrigen Teams überwog dagegen die Enttäuschung. Die Demokratische Republik Kongo schied erst in der Schlussphase gegen England um Harry Kane aus und konnte dennoch Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Südafrika war gegen Kanada weitgehend chancenlos, Algerien scheiterte an der Schweiz und Ghana unterlag in der Nacht Kolumbien.
Für die Elfenbeinküste war das Aus besonders bitter. Nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen blieb das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Die Niederlagen gegen Deutschland und Norwegen zeigten jedoch, dass die talentierten „Elefanten“ in den entscheidenden Momenten noch zulegen müssen.
Besonders schmerzhaft verlief das Turnierende für Senegal. Die „Löwen der Teranga“ führten gegen Belgien bereits mit 2:0, brachen dann jedoch ein und schieden nach einer dramatischen Wende aus. Neben dem sportlichen Verlauf sorgt inzwischen auch das Management hinter den Kulissen für heftige Diskussionen im Senegal.
Damit ruhen die afrikanischen Hoffnungen im Achtelfinale auf nur noch zwei Mannschaften: Ägypten trifft am Dienstag in Atlanta auf Argentinien, während Marokko bereits an diesem Samstag gegen Kanada antritt. Für die „Löwen des Atlas“ ist der erneute Einzug in die K.-o.-Runde nach dem Halbfinaleinzug vor vier Jahren eine logische Fortsetzung ihres Erfolgswegs. Für Ägypten dagegen ist es der Beweis, dass die „Pharaonen“ auch auf der Weltbühne überzeugen können und nicht nur zu den Königen des Afrika-Cups zählen. (Quelle: RFI)