Ghana will Auslieferung eines Russen beantragen wegen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen

Ghana will Auslieferung eines Russen beantragen wegen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen

Ghana beabsichtigt, die Auslieferung eines russischen Staatsangehörigen zu beantragen, dem vorgeworfen wird, seine sexuellen Beziehungen mit mehreren Frauen illegal gefilmt und die Videos ohne deren Einwilligung online verbreitet zu haben.

Afrikanische und russische Medien beschrieben ihn als einen Mann in den Dreißigern, der sich als „Verführer“ und Blogger präsentiert habe und nach Ghana gereist sei, um seine Interaktionen mit Frauen heimlich zu filmen.

Nach Berichten von Medien aus beiden Ländern soll der Mann eine mit einer Kamera ausgestattete Sonnenbrille benutzt haben, um einige der Begegnungen aufzuzeichnen, und die Aufnahmen anschließend in sozialen Netzwerken veröffentlicht haben. Eine Bestätigung dieser Angaben durch die Behörden liegt bislang nicht vor.

Gegenüber der Presse erklärte der ghanaische Minister für Technologie, Sam George, am Samstag, er habe den russischen Botschafter eingeladen, um den mutmaßlichen Vorfall zu erörtern.

Zuvor hatte das ghanaische Ministerium für Geschlechterfragen, Kinder und Sozialschutz mitgeteilt, eine vorläufige Untersuchung habe ergeben, dass der Verdächtige das Land vermutlich bereits verlassen habe.

Es fügte hinzu, dies „mindere in keiner Weise die Schwere der vorgeworfenen Taten noch die Verantwortung des Staates, die Urheber solcher Handlungen strafrechtlich zu verfolgen“.

George erklärte weiter, er habe den russischen Botschafter in Accra, der Hauptstadt, um die Zusammenarbeit Moskaus ersucht, damit den Opfern Gerechtigkeit widerfahre.

Russland liefert seine Staatsbürger jedoch grundsätzlich nicht aus – außer in Ausnahmefällen. (Quelle: BBC)