
Wie kann Arbeitsmigration nach Deutschland fair gestaltet werden? Für viele Menschen aus Drittländern ist der Weg nach Deutschland ein Balanceakt zwischen Chance und Enttäuschung. Sie kämpfen mit Sprachbarrieren, langwierigen Anerkennungsverfahren oder ausbeuterischen Vermittlungsagenturen und prekären Arbeitsverhältnissen, während Betriebe oft überfordert sind mit Bürokratie und Integration.
Im Rahmen der Migrationsabkommen Deutschlands mit Georgien und Kenia und anhand eines IHK-Pilotprojekts zur Ausbildung in Namibia untersucht das Paper individuelle Wege und strukturelle Herausforderungen der Arbeitsmigration. Die Autor*innen haben mit vielen Betroffenen gesprochen – mit Saisonarbeiter*innen aus Georgien und Pflegefachkräften aus Kenia, aber auch mit Vermittlungsagenturen und Betrieben und Unternehmen, die Personal aus beiden Ländern anstellen. Die konkreten Fallbeispiele zeigen: Arbeitsmigration kann gewinnbringend sein – wenn sie fair und menschenwürdig gestaltet wird. Doch zwischen Fachkräftemangel hier und Braindrain dort braucht es mehr als politische Absichtserklärungen. Deshalb entwickelt das Paper konkrete Empfehlungen für Politik, Behörden und Wirtschaft.
HIER geht’s zur Studie. (Heinrich Böll Stiftung)