Schlagwortarchiv: Namibia

Historische Debatte im Bundestag: Forderungen der Ovaherero und Nama nach Gerechtigkeit müssen umgesetzt werden

Die gestrige Debatte im Deutschen Bundestag über die vollumfängliche Anerkennung der Völkermorde an den Ovaherero und Nama war ein historischer Tag für die Nachkommen der Opfer des Genozids und das Bündnis „No Amnesty on Genocide! / Völkermord verjährt nicht!“. Ein Antrag der Fraktion Die Linke, entstanden in enger Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Ovaherero und Nama, rückte die Forderungen der Nachkommen der Opfer nach Anerkennung, Entschuldigung und Wiedergutmachung erneut ins Zentrum der parlamentarischen Auseinandersetzung.

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medico: Deutschland-Namibia – Erinnerungsweltmeister ohne Glaubwürdigkeit

Menschenkette gegen koloniale Abhängigkeiten auf Shark Island/Namibia. (Foto: medico)

Am Mittwoch wird im Bundestag über einen Antrag auf vollumfängliche Anerkennung des Genozids an Ovaherero und Nama abgestimmt: Diese Woche könnte Deutschland eine glaubwürdige Anerkennung der Verbrechen des imperialistischen Kaiserreichs leisten, in dessen Nachfolge der deutsche Staat zu stehen reklamiert. Vom Weltmeister des Mordens zum weithin respektierten Erinnerungsweltmeister könnte sich das Land am Mittwoch gar zum Wiedergutmachungsweltmeister mausern: Im Beisein von Ovaherero und Nama wird im Bundestag über die vollumfängliche Anerkennung des von 1904 bis 1908 in der Kolonie Südwestafrika exekutierten Völkermords abgestimmt.

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HBS/Studie: Zwischen Hoffnung und Hürden – Realitäten der Arbeits- und Fachkräfte-Einwanderung aus Kenia, Georgien und Namibia

Wie kann Arbeitsmigration nach Deutschland fair gestaltet werden? Für viele Menschen aus Drittländern ist der Weg nach Deutschland ein Balanceakt zwischen Chance und Enttäuschung. Sie kämpfen mit Sprachbarrieren, langwierigen Anerkennungsverfahren oder ausbeuterischen Vermittlungsagenturen und prekären Arbeitsverhältnissen, während Betriebe oft überfordert sind mit Bürokratie und Integration.

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UN-Sonderberichterstatter: Deutschland muss indigene Rechte in Namibia achten

Das Bündnis „Völkermord verjährt nicht“ fordert die Bundesregierung auf, die Forderungen des UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Entwicklung, Surya Deva, umzusetzen. In seinem aktuellen Länderbericht, der anlässlich seines Deutschlandbesuchs 2025 entstanden ist, fordert er von der Bundesregierung, die indigenen Rechte in Namibia sowohl bei aktuellen Energieprojekten als auch im Umgang mit der deutschen Kolonialgeschichte zu respektieren. Der Länderbericht wird heute (11. September 2026) bei der 63. Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf vorgestellt.

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Lesetipp/MDR: CO₂-Zertifikatehandel – Warum ein Startup aus Sachsen für den Klimaschutz in Afrika Holz vergräbt

Symbolbild

Holz vergraben, das Klima schützen, Geld verdienen. Das versuchen zwei Sachsen in Namibia. Der Plan: Kohlenstoff langfristig einlagern. Greenwashing oder eine echte Lösung im Kampf gegen den Klimawandel?

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Südafrika gibt Namibia mehr als 80 sterbliche Überreste aus der Apartheid- und Kolonialzeit zurück

Südafrika hat Namibia die sterblichen Überreste von mehr als 80 Menschen zurückgegeben, die während der Apartheid und der Kolonialzeit ums Leben gekommen waren. Am Mittwoch, dem 19. August 2026, fand in Kapstadt eine Zeremonie statt, bevor die sterblichen Überreste in ihre Heimat zurückgebracht wurden. Die Rückführung erfolgte auf Wunsch Namibias. Die Regierung in Windhoek setzt sich seit vielen Jahren weltweit für derartige Rückgaben ein. Zugleich ist die Aktion Teil des kürzlich von Südafrika eingeleiteten Programms für wiedergutmachende Gerechtigkeit, berichtet RFI.

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Adolf (ex-Hitler) Uunona mit 85 % der Stimmen wiedergewählt: der paradoxe Triumph eines Anti-Apartheid-Aktivisten aus Namibia

Symbolbild

Adolf Hitler Uunona hat soeben seine fünfte Wahl in Folge im Wahlkreis Ompundja gewonnen und damit ein einzigartiges politisches Phänomen bestätigt: In Namibia verkörpert ein Mann, der den Namen des größten Verbrechers des 20. Jahrhunderts trägt, paradoxerweise die demokratische Reife und die historische Überwindungsfähigkeit einer Nation, die vom deutschen Kolonialismus geprägt ist.

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RWE zieht sich aus Namibias 10-Milliarden-Dollar-Wasserstoffprojekt zurück

Der deutsche Energiekonzern RWE hat sich aus dem 10 Milliarden Dollar schweren Hyphen-Projekt für grünes Ammoniak in Namibia zurückgezogen – ein Rückschlag für die Ambitionen des südafrikanischen Landes, zu einem führenden Wasserstoff-Hub zu werden. Der Rückzug zeigt, dass manche Unternehmen ihre kostspieligen Wetten auf neue Technologien überdenken.

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Lesetipp/Spiegel: mit Lied über Intimbereich – Afrikanische Lehrerin wird über Nacht zur TikTok-Sensation

Symbolbikd

Gelda Waterboer aus Namibia postete ein Video, in dem sie ihrer Klasse ein Lied über Intimbereiche vorsingt und zeigt, wo andere Menschen sie nicht berühren dürfen. Der Clip erzielte in etwas mehr als einer Woche 92 Millionen Aufrufe.

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Namibia/Völkermord: „Längst überfällig“ – Kein Campingplatz mehr auf ehemaliger Todesinsel

Ein Camper steht auf Shark Island vor dem Gedenkstein an den Völkermord an den Ovaherero und Nama. Foto: Sarah Neumeyer/GfbV

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die wichtige, aber längst überfällige Ankündigung von Namibia Wildlife Resorts (NWR), sich schrittweise von allen touristischen und betrieblichen Aktivitäten auf Shark Island in ǃNamiǂNûs/Lüderitz zurückzuziehen. Auf Shark Island befand sich von 1905 bis 1907 ein Konzentrationslager der deutschen Kolonialmacht, in dem Tausende Ovaherero und Nama interniert, gefoltert und ermordet wurden.

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Skandal in Namibia: Minister nach Vergewaltigungsvorwürfen entlassen

Kaum zwei Monate nach ihrer Amtseinführung sieht sich die namibische Präsidentin Netumbo Nandi-Ndaitwah mit einem schweren Skandal konfrontiert: Ihr Landwirtschaftsminister Mac-Albert Hengari wurde entlassen, nachdem ihm Vergewaltigung und Entführung vorgeworfen wurden. Dieser politische Rückschlag offenbart die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Namibia und gefährdet das Erneuerungsversprechen der neuen Staatschefin.

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Namibia vereidigt erste Präsidentin – Hoffnung auf Ölboom

Symbolbild

Nandi-Ndaitwah (72) ist als erste Präsidentin Namibias vereidigt worden. Das südwestafrikanische Land steht am Beginn eines potenziellen Öl- und Gasbooms. Mit ihrer Vereidigung gehört Nandi-Ndaitwah zu den wenigen Frauen an der Spitze eines afrikanischen Staates. Sie folgt auf Nangolo Mbumba, der das Amt nach dem Tod von Präsident Hage Geingob im vergangenen Jahr übernommen hatte.

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Namibia: Grüner Kolonialismus gefährdet Landrechte der Nama

Anlässlich des 35. Unabhängigkeitstages Namibias am 21. März macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die anhaltenden Abhängigkeiten des Landes von ausländischen Akteuren aufmerksam und fordert von Deutschland einen größeren Einsatz zur Beseitigung kolonialer Strukturen.

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Dokutipp/arte: Operation Afrika – Die Jagd nach den Rohstoffen der Zukunft

Screenshot

Zwischen namibischer Wüste und kongolesischem Dschungel: Die Doku zeigt den globalen Wettlauf um die begehrten Rohstoffe Afrikas und legt dabei auch die schmutzigen Seiten der Jagd auf saubere Energieträger offen. Sind die Rohstoff-Interessen Europas meist wichtiger als die Rechte der lokalen Bevölkerung?

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