Merz nach G20-Treffen: „Afrika und Europa sind Nachbarn, und wir brauchen einander”

Merz nach G20-Treffen: „Afrika und Europa sind Nachbarn, und wir brauchen einander”
Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel

Die Partnerschaft mit Afrika strategisch ausbauen, die internationale Ordnung stärken und bei der Krisendiplomatie eng zusammenarbeiten: Diese Schwerpunkte setzte Bundeskanzler Merz in der Pressekonferenz zum Abschluss des G20-Treffens in Johannesburg.

Zum Abschluss des G20-Treffens in Johannesburg formulierte Bundeskanzler Friedrich Merz zwei Botschaften, die von dem Gipfel ausgingen: „Afrika und Europa sind Nachbarn, und wir brauchen einander.” In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ging der Kanzler auf drei inhaltliche Schwerpunkte ein.

Partnerschaften, internationale Ordnung und Krisendiplomatie
Wichtiges Ziel sei es, die Partnerschaften mit Afrika strategisch auszubauen. Wer in die Zukunft investieren wolle, investiere in Afrika. Der Kanzler hob hervor, dass Deutschland in Afrika als wichtiger Stabilitätsanker wahrgenommen werden würde, darauf gelte es aufzubauen – auch im Sinne von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Deutschland.
Weiteres Ziel sei die Stärkung der internationalen Ordnung, die auf Recht, Regeln und Verlässlichkeit beruhe. Afrika sei hier ein Partner „ersten Ranges”. Zudem habe sich die Krisendiplomatie wie ein roter Faden durch die Agenda des Gipfels gezogen. Der Kanzler nannte die Bemühungen zum Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, aber auch die Krisen und Kriege in Afrika selbst, wie im Sudan.

Das Wichtigste in Kürze:

Partnerschaften ausbauen: Mit Blick auf Handel, Rohstoffe und Energiepolitik hält der Kanzler es für wichtig, die Partnerschaften zu intensivieren. Denn: „Afrika ist ein sehr junger Kontinent mit einem enormen Potenzial”, betonte er hinsichtlich europäischer Investitionen in Arbeitsplätze und mehr lokale Wertschöpfung in Afrika. Es gehe um eine langfristige, transparente Partnerschaft.

Internationale Ordnung stärken: Laut Bundeskanzler Merz gilt es, die internationale Ordnung weiter zu stärken. Dies sei in einer Welt, die zunehmend von Großmachtinteressen geprägt werde, im Interesse Deutschlands. Afrika spiele hierbei eine große Rolle: „Ohne Afrika wird es keine Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit geben”, unterstrich der Bundeskanzler.

Bei Krisendiplomatie enger zusammenarbeiten: Merz hob hervor, wie eng er sich mit Blick auf die aktuelle Diskussion über ein Kriegsende in der Ukraine mit den europäischen Partnern abstimme. Wichtig sei auch, dass Afrika sein Gewicht für ein Ende der russischen Aggression in der Ukraine einsetzen könne. Zugleich behalte man die Krisen und Kriege in Afrika im Blick. Deutschland sei einer der wichtigsten Geber für humanitäre Hilfe auf dem afrikanischen Kontinent. (Bundesregierung)

Für alle, die es noch genauer wissen möchten: Den gesamten Mitschnitt der Pressekonferenz gibt’s HIER.