Neu gegründete African-German Leadership Academy fördert gegenseitiges Lernen zum Thema Nachhaltigkeit

Gemeinsam einen nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Wandel gestalten – das ist das Ziel der neu gegründeten BMZ African-German Leadership Academy. Mit Grußworten des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller, wurde das Schulungs- und Dialogprogramm für Young Professionals aus den afrikanischen Partnerländern Deutschlands nun offiziell eröffnet. Das Programm wird vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veranstaltet und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Afrikanische Länder, Gesellschaften und Volkswirtschaften streben danach, die Ziele der Agenda 2063 und der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Es wird jedoch immer deutlicher, dass die Aussichten für globale Nachhaltigkeit vom Erfolg dieses Ziels abhängig sind. Die BMZ African-German Leadership Academy soll zur Entwicklung von Führungsqualitäten beitragen sowie den Dialog und das gegenseitige Lernen zur Steuerung einer nachhaltigen Entwicklung befördern – zwischen sieben afrikanischen Ländern – Côte d’Ivoire, Äthiopien, Ghana, Marokko, Senegal, Togo und Tunesien sowie Deutschland. Im Rahmen dieses Programms kommen 26 junge Nachwuchsführungskräfte aus den Partnerländern und Deutschland zusammen, die im Bereich der nachhaltigen Entwicklung in staatlichen Institutionen, Think Tanks und Forschungseinrichtungen, der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft tätig sind. Sie tauschen ihre Ideen und Erfahrungen sowie ihr Fachwissen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung aus.

Zunehmende Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen afrikanischen Ländern und Deutschland

Dr. Sven Grimm, Leiter des Programms Inter- und transnationale Zusammenarbeit am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und verantwortlich für die Ausbildungsaktivitäten am DIE, hat zusammen mit seinem internationalen Team dieses neue Format konzipiert. Er betont, wie wichtig die Rolle Afrikas für globale Nachhaltigkeit ist: „Afrika ist ein Schlüsselkontinent für die globale Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Um Wissen und Innovation zu schaffen, benötigen wir Kooperation und gemeinsames Lernen.“

„Menschliche Entwicklung steht vor vielfältigen Herausforderungen. Neues Wissen, gemeinsame Herangehensweisen, und vernetzte Akteure sind für die Zukunft unentbehrlich. Für afrikanische Akteure wie für deutsche“, so Professorin Dr. Anna-Katharina Hornidge, Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE).

Für eine gemeinsame Zukunft werden gemeinsame Foren für Akteure des Wandels benötigt. Dieser Ansatz ist von zentraler Bedeutung für die African-German Leadership Academy und wird von einer ihrer Organisator*innen, Modiegi Morare, einer Wissenschaftlerin aus Südafrika an der African-German Leadership Academy, ausdrücklich begrüßt: „Mit Blick auf den Erfolg der Agenda 2030 ist der Austausch über Entwicklung keine Einbahnstraße. Wir lernen voneinander und miteinander, um Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen unserer Gesellschaften zu entwickeln.“

Im Jahr 2021 findet das Programm der BMZ African-German Leadership Academy zwischen dem 26. April und dem 7. Mai als verkürztes digitales Vollzeit-Pilotprogramm statt. Eine längere dreimonatige Version der BMZ African-German Leadership Academy ist ab 2022 geplant.

Einige Highlights des Programms

  • Ein qualitativ hochwertiges digitales Programm, das akademische Erkenntnisse und praktische Übungen kombiniert und den Austausch über die Praxis der jeweiligen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme und der Zusammenarbeit mit Deutschland einschließt
  • Innovatives Training und Austausch von Führungsqualitäten, die für eine nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Kontexten von entscheidender Bedeutung sind
  • Stärkung der Fähigkeiten zur digitalen Zusammenarbeit durch Online-Arbeit in sehr vielfältigen Teams
  • Aufbau eines Netzwerks von Organisationen und Einzelpersonen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung aus sieben afrikanischen Ländern und Deutschland einsetzen

(DIE)