
Die senegalesische Polizei hat in Zusammenarbeit mit der französischen Justiz ein pädopornografisches Netzwerk zwischen Dakar und Kaolack aufgedeckt. Vierzehn Männer wurden festgenommen und am Freitag der Staatsanwaltschaft in Dakar vorgeführt. Die Ermittlungen, die sich über mehrere Monate erstreckten, betreffen schwere Straftaten gegen Minderjährige, darunter auch die vorsätzliche Übertragung des HI-Virus. Die Untersuchungen dauern an, berichtet RFI.
Auslöser war ein internationales Rechtshilfeersuchen der französischen Justiz nach der Festnahme eines Franzosen im April vergangenen Jahres wegen Kinderpornografie. Die Ermittlungen führten zu einem Netzwerk mit Verbindungen in den Senegal. Die senegalesische Kriminalpolizei arbeitete dabei eng mit französischen Untersuchungsrichtern und Polizeibeamten zusammen.
Nach Erkenntnissen der Ermittler rekrutierten mehrere Verdächtige im Auftrag des in Frankreich festgenommenen Mannes minderjährige Jungen, filmten sexuelle Handlungen und übermittelten das Material ins Ausland. Die Bezahlung erfolgte über Geldtransfers.
Bei Durchsuchungen beschlagnahmte die Polizei elektronische Geräte, medizinische Unterlagen, antiretrovirale Medikamente sowie weitere Beweismittel. Die Ermittlungen bestätigten, dass einige der Beschuldigten HIV-positiv waren. Unter den Festgenommenen befinden sich Studierende, Beamte und Handwerker aus Dakar und Kaolack.
Die Behörden prüfen weitere Festnahmen. Zudem könnten Auslieferungsanträge im Zusammenhang mit dem in Frankreich anhängigen Verfahren gestellt werden.