Südafrika: Chinesin wird Mitglied des Parlaments, Südafrikaner empört

Eine Chinesin, Xiaomei Havard, ist Mitglied des südafrikanischen Parlaments geworden als Ersatz für Jackson Mthembu, der am 21. Januar dem Coronavirus erlegen ist. Sie wurde letzten Mittwoch vereidigt. Ihr Einzug ins Parlament löste in den sozialen Medien eine Kontroverse aus, viele äußerten ihre Empörung. Eine in Südafrika geborene Person hätte die Nachfolge von Mthembu antreten sollen.

„Wenn ein in China geborener Schwarzer niemals Mitglied des chinesischen Parlaments sein kann, warum erlaubt Südafrika dann einem in China geborenen Menschen, Mitglied des südafrikanischen Parlaments zu sein und Gesetze für Südafrikaner zu machen? “ reagierte ein Abgeordneter.

„Das Problem ist die Verfassung, die von ein paar gewählten Vertretern entworfen wurde, um das neue Südafrika seinen Unterdrückern und der Welt schmackhaft zu machen. Wir brauchen eine Verfassung, die die Würde der einheimischen Südafrikaner schützt und bekräftigt. »

„Es gibt ein Schlupfloch in der südafrikanischen Verfassung. Kein eingebürgerter Ausländer sollte ein öffentliches Amt bekleiden können. Nur gebürtige Südafrikaner sollten wählbar sein“, twitterte ein Bürger.

Der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat sich jedoch verteidigt, indem er sagte, das Land sei nicht rassistisch und nicht sexistisch. ANC-Leiter Pemmy Majodina sagte, Xiaomei sei ein ICT-Profi, Informatikerin, Geschäftsfrau und Philanthropin mit einem Doktortitel.

Sie lebt seit 1994 in Südafrika, ist mir einem südafrikanischen Staatsbürger verheiratet und hatte somit nach dem Gesetz Anspruch auf die Staatsbürgerschaft.

„Im Mai 2019 kandidierte sie für den ANC, nachdem sie ein nationales Listenverfahren durchlaufen hatte, und stand als Kandidatin 130 auf der nationalen Liste des ANC, wie von der Unabhängigen Wahlkommission überprüft. Ihre Nominierung steht im Einklang mit der Verfassung und ist zulässig“, sagte Pemmy Majodina und fügte hinzu, dass Xiaomei den ANC seit mehr als 15 Jahren unterstützt, und dass das Land alle Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz verurteile.

Xiaomei Havard wurde in der chinesischen Provinz Henan geboren. Für ihr Universitätsstudium zog sie nach Gauteng. Sie erhielt einen Doktortitel in Informatik von der Universität Johannesburg und einen Master-Abschluss in Elektrotechnik. Sie trat 2004 dem ANC bei und war Präsidentin der Föderation chinesischer Frauen in Handel und Industrie in Afrika. (Quelle: Afrikmag)