
US-Abgeordnete erwägen, den Export von Rindfleisch und lebenden Rindern aus Nigeria zu blockieren, um Finanzströme zu unterbrechen, die bewaffneten Gruppen – insbesondere im Umfeld der Fulani-Hirten – zugeschrieben werden. Hintergrund ist die seit Jahren eskalierende Gewalt im nigerianischen Middle Belt.
Die Empfehlung stammt aus einem US-Bericht zur Verfolgung von Christen in Nigeria. Darin wird Washington aufgefordert, wirtschaftlichen Druck auszuüben, etwa durch Handelsbeschränkungen, um Entwaffnung zu erzwingen und Gewalt zu reduzieren. Konkret sollen Exporte in Länder wie Elfenbeinküste, Ghana, Südafrika und Senegal eingeschränkt werden.
Allerdings spielt Nigeria bisher nur eine sehr kleine Rolle im globalen Rindfleischexport: 2021 lagen die Ausfuhren bei rund 44,5 Tonnen im Wert von etwa 33.000 US-Dollar. Dennoch sieht die nigerianische Regierung langfristig großes ungenutztes Potenzial im Sektor.
Die Initiative zeigt die wachsende Unzufriedenheit der USA mit Nigerias Sicherheitsstrategie. Kritiker warnen jedoch, dass ein Exportverbot vor allem legale Viehhalter treffen könnte. Zusätzlich schlagen US-Abgeordnete Sanktionen, Visabeschränkungen, mögliche Kürzungen von US-Hilfen sowie stärkeren diplomatischen Druck vor, um religiöse Gewalt einzudämmen. (Quelle: businessinsider.africa)