Ägypten erklärt Israel-Gasdeal für rein kommerziell, nicht politisch

Ägypten erklärt Israel-Gasdeal für rein kommerziell, nicht politisch

Ägypten erklärte am gestrigen Donnerstag, dass sein Erdgasabkommen mit Israel eine rein kommerzielle Transaktion ohne politische Implikationen sei. Man betonte, dass der Deal von privaten Energieunternehmen unter Marktbedingungen abgeschlossen worden sei und ohne direkte staatliche Beteiligung zustande kam.

Israel genehmigte am Mittwoch ein im August unterzeichnetes Exportabkommen zwischen Chevron und seinen Partnern NewMed und Ratio, das die Lieferung von Erdgas im Wert von bis zu 35 Milliarden US-Dollar aus dem Leviathan-Gasfeld nach Ägypten vorsieht, berichtete Reuters.

Gemäß den Bestimmungen des Abkommens soll Israel über einen Zeitraum von 15 Jahren rund 130 Milliarden Kubikmeter Erdgas an Ägypten verkaufen.

Abkommen inmitten regionaler Spannungen unterzeichnet
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter regionaler Spannungen nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Krieg im Gazastreifen.

Ägypten bekräftigte, dass seine Haltung zur Palästinenserfrage unverändert bleibe. Diaa Rashwan, Leiter des ägyptischen Staatlichen Informationsdienstes, erklärte, das Land unterstütze weiterhin die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes, lehne eine Zwangsvertreibung ab und halte an einer Zwei-Staaten-Lösung fest.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete das Abkommen als den größten Gasdeal in der Geschichte Israels und sagte, er werde zur regionalen Stabilität beitragen.

Die inländische Gasförderung Ägyptens ist seit 2022 rückläufig. Dies hat die früheren Ambitionen des Landes untergraben, sich zu einem regionalen Energiezentrum zu entwickeln, und seine Abhängigkeit von israelischem Gas zur Überbrückung von Versorgungslücken erhöht. (Quelle: Newsletter Businessinsider)