
Inflation unter Kontrolle, Wachstum bei 6,7 % – Die BCEAO zieht für 2025 eine solide Wirtschaftsbilanz Die Zentralbank der westafrikanischen Staaten (BCEAO) hat am Mittwoch, den 22. Juli 2026, an ihrem Hauptsitz in Dakar ihren Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 vorgestellt.
Die Veranstaltung unter Leitung des Gouverneurs Jean-Claude Kassi Brou brachte die wichtigsten Verantwortlichen der Institution zusammen, darunter die Generaldirektoren für Wirtschaft und Währung sowie für finanzielle Inklusion. Sie erläuterten die Ergebnisse des vergangenen Jahres und die strategischen Schwerpunkte der Zentralbank. Im Zeichen von Transparenz und Rechenschaftspflicht wurden die makroökonomischen Leistungen der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) hervorgehoben. Dies geschah vor dem Hintergrund eines besonders unsicheren internationalen Umfelds, das von geopolitischen Spannungen, einer Zersplitterung des Welthandels, volatilen Finanzmärkten sowie den anhaltenden Folgen des Klimawandels geprägt ist. (Quelle: allAfrica)
Afrikanische Union warnt vor einer Finanzierungskrise im Gesundheitswesen Auf einem Sondergipfel in Accra (Ghana) haben die afrikanischen Staats- und Regierungschefs eindringlich zu einer nachhaltigen Finanzierung der Gesundheitssysteme aufgerufen. Nach ihrer Einschätzung gefährdet der Rückgang der internationalen Entwicklungshilfe in Verbindung mit unzureichenden nationalen Investitionen die Fortschritte, die in den vergangenen Jahrzehnten bei der Bekämpfung von HIV, Malaria und Tuberkulose erzielt wurden. Bei dieser Gelegenheit würdigte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Fortschritte auf dem Kontinent, insbesondere den Rückgang der HIV-Neuinfektionen um 40 Prozent seit 2010. Gleichzeitig warnte er, dass diese Erfolge wieder verloren gehen könnten, wenn die Finanzierung weiter zurückgeht. (Quelle: Africanews)
Entführungen und Morde: 24. Juli in Madagaskar zum nationalen Trauertag erklärt Angesichts der Zunahme von Entführungen und Tötungsdelikten in den vergangenen Wochen hat die Präsidentschaft der Republik Madagaskar am Mittwochabend das Dekret Nr. 2026-1822 veröffentlicht, mit dem der 24. Juli zum „nationalen Trauertag“ erklärt wird. Die Flaggen werden an allen öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt. Alkoholische Getränke dürfen weder verkauft noch ausgeschenkt werden, und alle öffentlichen Veranstaltungen sowie Feierlichkeiten sind untersagt. Der Tag wird zudem als arbeitsfreier, bezahlter Feiertag begangen. (Quelle: Newsmada)
Burkina Faso, Mali und Niger: Bergbau steht im Zentrum der Finanzierung dschihadistischer Gruppen Dschihadistische Gruppen in Burkina Faso, Mali und Niger nutzen nach Angaben der Organisation Acled zunehmend Bodenschätze, insbesondere Gold, zur Finanzierung ihrer Aktivitäten und zum Ausbau ihres Einflusses. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht analysierte Acled mehr als 1.000 gewaltsame Vorfälle zwischen 2015 und Juni 2026 rund um strategisch wichtige Bergbaustandorte. Laut der Organisation „nutzen bewaffnete Gruppen die Bergbauwirtschaft zunehmend zur Finanzierung ihrer Aktivitäten und führen einen wirtschaftlichen Krieg gegen die Staaten, die sie bekämpfen“. Neben den Einnahmen verschaffen ihnen diese Gebiete auch die Kontrolle über Verkehrswege, ermöglichen die Durchsetzung ihrer Autorität gegenüber der lokalen Bevölkerung und stärken ihren territorialen Einfluss. (Quelle: Africa Radio)
Libyen-Wahlen: Forum lehnt jede Machtteilung ab Das zweite Nationale Forum von Misrata hat sich für eine rasche Durchführung nationaler Wahlen ausgesprochen und zugleich jede politische Vereinbarung auf Grundlage einer Machtteilung zwischen nicht gewählten Akteuren zurückgewiesen. Eine solche Lösung würde nach Ansicht der Teilnehmer den politischen Übergangsprozess lediglich verlängern. In ihrer Abschlusserklärung bekräftigten die Teilnehmer ihre Ablehnung aller politischen Vereinbarungen oder Absprachen, die auf eine Verteilung von Macht oder öffentlichen Ämtern unter nicht gewählten Akteuren abzielen. Jede Lösung außerhalb eines Wahlprozesses würde die politische Krise Libyens nur weiter verschärfen. Zudem sprachen sie sich gegen die Ernennung von Personen in öffentliche Ämter aus, die in Berichten der Expertengruppe des UN-Sicherheitsrats erwähnt werden oder wegen Korruption beziehungsweise Menschenrechtsverletzungen verurteilt wurden. (Quelle: Apanews)
Burundi: Zehn Jahre nach dem Verschwinden des Iwacu-Journalisten Jean Bigirimana bleibt das Rätsel ungelöst In Burundi jährt sich das Verschwinden des Journalisten Jean Bigirimana vom unabhängigen Medium Iwacu zum zehnten Mal. Er wurde am 22. Juli 2016 nach Angaben von Zeugen während einer Recherche in einen Pick-up gezwungen und ist seitdem spurlos verschwunden. Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die anhaltende Straflosigkeit und fordert die burundischen Behörden auf, ihr Schweigen zu brechen und endlich vollständig über sein Schicksal aufzuklären. Jean Bigirimana war 37 Jahre alt und arbeitete für das unabhängige Medium Iwacu. Am 22. Juli 2016 reiste er nach Bugarama, rund 40 Kilometer nördlich von Bujumbura, um sich dort mit einem Mitarbeiter des Geheimdienstes zu treffen. Als er am Nachmittag nicht zurückkehrte, schlugen seine Kollegen sowie seine Ehefrau und die beiden Kinder Alarm. Nachdem die Polizei keine Ergebnisse erzielte, leitete Iwacu eine eigene Untersuchung ein. (Quelle: RFI)
Afrikameisterschaft: CAF-Präsident bestätigt Erweiterung auf 28 Mannschaften ab 2027 CAF-Präsident Patrice Motsepe hat am Mittwoch in Johannesburg bestätigt, dass die Afrikameisterschaft (CAN) ab der Ausgabe 2027 mit 28 statt bisher 24 Mannschaften ausgetragen wird. „Wir haben die Zahl der Teilnehmerländer für die nächste CAN erhöht. Künftig werden 28 Mannschaften teilnehmen“, erklärte er auf einer Pressekonferenz. Das Turnier wird gemeinsam von Kenia, Uganda und Tansania ausgerichtet. „Die Regierungen Kenias, Tansanias und Ugandas zeigen ein beispielhaftes Engagement und arbeiten eng mit der CAF zusammen, damit sämtliche Infrastrukturen – Stadien, Trainingsplätze, Unterkünfte, Verkehr, Sicherheits- und Gesundheitsdienste, technologische Netze sowie Übertragungseinrichtungen – den Anforderungen für eine erfolgreiche Austragung entsprechen“, sagte Motsepe. (Quelle: Agence de Presse Sénégalaise)
Togo: Opposition besorgt über Präsenz von Africa Corps und türkischen Kräften im Norden Drei Zusammenschlüsse von Oppositionsparteien und Organisationen der Zivilgesellschaft fordern gemeinsam „die sofortige Eröffnung einer öffentlichen Debatte über die Präsenz ausländischer militärischer oder paramilitärischer Kräfte in Togo“. Die Opposition äußerte ihre Besorgnis über die mutmaßliche Anwesenheit ausländischer Kräfte im Norden des Landes. Seit Ende 2021 kommt es im äußersten Norden Togos immer wieder zu Angriffen dschihadistischer Gruppen. Diese waren zunächst vor allem in der Sahelzone aktiv und breiten sich inzwischen zunehmend auf die Küstenstaaten wie Togo aus. (Quelle: Jeune Afrique)
Angola: Zwei Russen wegen Spionage und Terrorismus zu acht beziehungsweise elf Jahren Haft verurteilt Zwei russische Staatsangehörige, die nach den schweren Unruhen und Plünderungen vor einem Jahr in Angola festgenommen worden waren, sind am späten Dienstagabend zu acht beziehungsweise elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihnen wurden unter anderem Spionage und Terrorismus zur Last gelegt. Dies berichteten mehrere angolanische Medien.
Auslöser der Unruhen war eine Protestbewegung infolge eines Taxistreiks gegen steigende Kraftstoffpreise. Zwischen dem 28. und 30. Juli 2025 kam es zu dreitägigen Ausschreitungen, bei denen nach Angaben des angolanischen Innenministeriums 22 Menschen ums Leben kamen. Die Polizei sprach damals von insgesamt 30 Todesopfern, darunter ein Polizist, sowie rund 200 Verletzten und 1.200 Festnahmen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Angeklagten einen Staatsstreich vorbereitet und versucht, „nationale wirtschaftliche Vermögenswerte unter ihre Kontrolle zu bringen“, um Angola zu destabilisieren. (Quelle: Senenews)