
DR Kongo: Opposition warnt vor Gefährdung der verfassungsmäßigen Ordnung Die Oppositionskoalition C64 verschärft in der Demokratischen Republik Kongo ihren Ton. In einer öffentlichen Erklärung in Kinshasa kritisierte Dieudonné Bolengetenge, Generalsekretär der Partei Ensemble pour la République von Moïse Katumbi, die Entscheidung des Verfassungsgerichts zum Gesetz über die Organisation von Referenden scharf.
Nach Auffassung der C64 stellt das Urteil einen weiteren Schritt in einem Prozess dar, den sie als gefährlich für das institutionelle Gleichgewicht des Landes betrachtet. Die Koalition ist der Ansicht, dass die Entscheidung den Weg für eine mögliche Verfassungsänderung ebnet, und wirft dem Verfassungsgericht vor, sich an einem angeblichen „Komplott gegen die verfassungsmäßige Ordnung“ zu beteiligen. (Quelle: Africanews)
Gabun–Äquatorialguinea: Mbanié-Abkommen verändert die Geopolitik im Golf von Guinea Mit der Unterzeichnung des Abkommens zur Umsetzung des Urteils des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Addis Abeba beginnt ein neues Kapitel für Zentralafrika. Durch die endgültige Anerkennung der Souveränität Äquatorialguineas über die Insel Mbanié sowie die Inseln Cocotiers und Conga beendet Gabun einen der ältesten Grenzkonflikte des Kontinents. Die Einigung betrifft weit mehr als einige unbewohnte Inseln. Sie regelt die Kontrolle über strategisch wichtige Meeresgebiete im Golf von Guinea, die reich an Erdöl- und Fischereiressourcen sind und eine zentrale Rolle für die Energieversorgung Zentralafrikas spielen. Die jahrzehntelange rechtliche Unsicherheit hatte Investitionen erschwert und das Verhältnis zwischen Libreville und Malabo belastet. Mit der Umsetzung des IGH-Urteils senden beide Staaten nun ein deutliches Signal an Investoren: Rechtssicherheit soll künftig die Wettbewerbsfähigkeit der Region stärken. (Quelle: Les Dépêches de Brazzaville)
Mali: Amnesty fordert Untersuchung zur Hinrichtung von 19 Soldaten Amnesty International hat die malischen Behörden aufgefordert, eine „gründliche, unabhängige und unparteiische“ Untersuchung einzuleiten. Hintergrund sind Beweise für die mutmaßliche außergerichtliche Hinrichtung von mindestens 19 malischen Soldaten, die nach einem Hinterhalt am 18. Juli 2026 im Gebiet Tabrichat auf der Straße zwischen Anéfis und Gao gefangen genommen worden sein sollen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht erklärt Amnesty, zwölf in sozialen Netzwerken verbreitete Videos ausgewertet zu haben. Drei dieser Aufnahmen sollen mindestens 19 Soldaten zeigen, die mit den Händen hinter dem Kopf durch die Wüste marschieren – offenbar in einer Situation der Kapitulation. (Quelle: Apanews)
Einführung des Senats: Benin schlägt ein neues Kapitel seiner politischen Geschichte auf Benin vollzieht am 30. Juli 2026 mit der Einsetzung des ersten Senats im Gouverneurspalast in Porto-Novo einen bedeutenden institutionellen Schritt. Die neue Parlamentskammer wurde durch die Verfassungsreform vom November 2025 geschaffen und führt das Land von einem Einkammer- zu einem Zweikammerparlament. Mit der offiziellen Konstituierung des Senats wird ein Reformprozess abgeschlossen, der mit der Verfassungsänderung im vergangenen Jahr begonnen hatte. (Quelle: Banouto.bj)
Kamerun erhält 23,5 Millionen US-Dollar zur Epidemieprävention
Kamerun hat den internationalen Pandemic Fund gestartet, der die Prävention und Bekämpfung von Epidemien verbessern soll. Das mit 23,5 Millionen US-Dollar ausgestattete Programm finanziert den Ausbau von Laboren, die epidemiologische Überwachung sowie die Ausbildung von Gesundheitspersonal. Vorrangig sollen 42 Gesundheitsbezirke unterstützt werden. Das Projekt basiert auf dem Konzept „One Health“, das die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen gemeinsam betrachtet, um das Risiko neuer Krankheitsausbrüche besser zu begrenzen. (Quelle: LSI Africa)
Côte d’Ivoire: Abidjan richtet erstes regionales Wasserforum Westafrikas aus Die Elfenbeinküste hat am 27. Juli offiziell das erste Regionale Wasserforum Westafrikas (FREAO) vorgestellt. Die hochrangige Veranstaltung findet am 24. und 25. September in Abidjan statt, berichtet die ivorische Nachrichtenagentur AIP. Organisiert wird das Forum von der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS/CEDEAO) über ihr Wasserressourcenzentrum (CGRE) in Zusammenarbeit mit der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) sowie dem Ständigen Interstaatlichen Ausschuss zur Bekämpfung der Dürre im Sahel (CILSS). Unter dem Motto „Wasser nutzen, um Westafrika zu verändern“ soll eine regionale Roadmap für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung verabschiedet werden. (Quelle: TRT Afrika)
Frauen-Afrika-Cup 2026: Senegal gegen Kenia, Marokko gegen Algerien
Am Donnerstag, dem 30. Juli, beginnt der zweite Spieltag des Afrika-Cups der Frauen mit zwei Begegnungen der Gruppe A. Senegal und Kenia kämpfen nach ihren Auftaktniederlagen um die ersten Punkte des Turniers. Anschließend treffen die beiden bisherigen Gruppenersten Marokko und Algerien aufeinander. Der Sieger übernimmt allein die Tabellenführung und macht einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale. (Quelle: Africa Radio)
Marokko: Mohammed VI. lobt Stabilität und wirtschaftliche Erfolge König Mohammed VI. hat in seiner traditionellen Thronrede die politische Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung Marokkos hervorgehoben. Die Ansprache fand anlässlich des Thronfestes am 30. Juli statt, das an seine Thronbesteigung erinnert. Mit Blick auf die Parlamentswahl am 23. September erklärte der König, die wirtschaftlichen und sozialen Fortschritte gingen über einzelne Regierungen und Legislaturperioden hinaus. Sie seien das Ergebnis einer langfristigen positiven Entwicklung sowie der strategischen Entscheidungen des Landes. (Quelle: RFI)
Afrika: Schrumpfender Tschadsee belebt Milliardenprojekt zur Wasserumleitung neu Der Tschadsee, der bei seiner Entdeckung im Jahr 1823 rund 25.000 Quadratkilometer umfasste, hat seit den 1960er Jahren mehr als 90 Prozent seiner Fläche verloren. Diese Entwicklung stellt eine schwere ökologische und humanitäre Krise dar, die die Lebensgrundlage von rund 50 Millionen Menschen in Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria bedroht. Vor diesem Hintergrund rückt das auf rund 50 Milliarden US-Dollar geschätzte Transaqua-Projekt, das Wasser aus dem Kongobecken in den Tschadsee leiten soll, erneut in den Fokus – auch wenn seine Umsetzung weiterhin ungewiss ist. (Quelle: Africapresse)
Tunesien: Elektromobilität verändert den Automobilsektor Der Übergang zur Elektromobilität entwickelt sich in Tunesien zunehmend zu einem strategischen Thema für die Automobilbranche. Zwar steckt der Markt noch in den Anfängen, doch Umweltauflagen, der Wunsch nach größerer Energieunabhängigkeit und technologische Fortschritte beschleunigen den Wandel. Nach Einschätzung der Branche geht es längst nicht mehr nur um Elektrofahrzeuge. Ebenso wichtig seien neue Berufsbilder, zusätzliche Qualifikationen und der Aufbau eines leistungsfähigen Ökosystems für die Mobilität der Zukunft. (Quelle: La Presse)