
Das Tränengas brennt in den Augen, in der Lunge, macht das Atmen schwer. Die Polizisten, geschützt durch ihre paramilitärische Kampfmontur, feuern immer weiter:[1] Kartuschen mit Tränengas, auch Munition, darunter scharfe.[2] Im Juni 2024 hängen über der Innenstadt von Kenias Hauptstadt Nairobi weißer, dicker Nebel und ein beißender Gestank. Die kenianische Jugend protestiert gegen Präsident William Ruto und ein neues Gesetz, das die Steuern auf viele Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs deutlich erhöhen soll, darunter auf Brot und Speiseöl.
Auch im benachbarten Uganda gehen junge Erwachsene wenig später auf die Straße, inspiriert von der kenianischen Generation Z, also den 20- bis 30-Jährigen. In Uganda gelten die Proteste ebenfalls der Korruption und steigenden Preisen.
Ebenso im westafrikanischen Nigeria: Dort rufen Kritiker der Regierung von Präsident Bola Tinubu im August 2024 „Tage der Wut“ aus, und Tausende ziehen durch die Straßen, weil sie im Alltag kaum noch über die Runden kommen.
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