
Die Anerkennung des Handels mit versklavten Afrikaner*innen und der rassistisch motivierten Leibeigenschaft als schwerwiegendstes Verbrechen der Menschheit durch die UN hat die weltweite Debatte über Entschädigungen neu ausgerichtet. Führende Stimmen aus Afrika und der Karibik machen deutlich, dass diese Anerkennung nun in konkrete Maßnahmen für Gerechtigkeit, Entwicklung und internationale Zusammenarbeit umgesetzt werden muss.
Die Erklärung, dass Sklaverei das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt, und ihre Verabschiedung durch die Generalversammlung der UN beruhen auf einer einfachen, aber mächtigen Wahrheit: Sklaverei ist nicht nur eine historische Tragödie, sondern hat auch die moderne Welt geprägt.
Laut der Datenbank „SlaveVoyages“ wurden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert etwa 12,5 Millionen Afrikaner*innen auf transatlantische Sklavenschiffe gezwungen, wobei rund 10,7 Millionen die Reise von Afrika nach Amerika überlebten. Millionen weitere starben bei ihrer Gefangennahme, auf Zwangsmärschen oder in Gefangenschaft. Hinter diesen Zahlen verbergen sich zerrissene Familien, zerstörte Gemeinschaften und zerschlagene Kulturen.
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