
Nach einem Monat Haft in Marokko kennen die 18 senegalesischen Fans, die festgenommen worden waren, nun das gerichtliche Ergebnis ihres Falls. In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Mitteilung gab der Senegalesische Fußballverband (FSF) bekannt, dass gegen sie Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr ohne Bewährung verhängt wurden.
Das Urteil fiel nach einer besonders angespannten Verhandlung vor dem erstinstanzlichen Gericht in Rabat. Die Angeklagten, denen Körperverletzung zur Last gelegt wurde, wurden nach den Plädoyers der verschiedenen Parteien verurteilt. Laut FSF folgte der Richter den Anträgen des königlichen Staatsanwalts und befand die Beschuldigten der ihnen vorgeworfenen Taten für schuldig.
Die Nebenklage bekräftigte ihren Willen, dass das Gesetz mit voller Härte angewendet werde. Der Verteidiger hingegen bestritt die Tatsächlichkeit der vorgeworfenen Handlungen, beantragte deren Nichtigkeit und appellierte an die Milde des Gerichts. Nach fast drei Stunden Beratung verkündete das Gericht ein Urteil, das von den Angehörigen der Verurteilten als besonders hart empfunden wird.
Im Einzelnen variieren die verhängten Strafen je nach dem festgestellten Grad der Beteiligung jedes Einzelnen: drei Monate, sechs Monate oder ein Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Die Verkündung des Urteils löste im Gerichtssaal starke Emotionen aus. Ebenfalls laut FSF nahm die Spannung während der Bekanntgabe der Strafen deutlich zu, da einige der Inhaftierten große Mühe hatten, ihre Verzweiflung zu beherrschen. Einer von ihnen erlitt einen Schwächeanfall und musste medizinisch versorgt werden. (Quelle: senenews)