
Der russische Auslandsgeheimdienst SVR behauptet, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe seinen Geheimdiensten die Genehmigung erteilt, einen Plan zur Beseitigung sogenannter „unerwünschter Führungspersönlichkeiten“ in Afrika umzusetzen.
Nach Angaben des SVR, über die unter anderem Sputnik berichtete, sollen Terroranschläge auf Zivilisten, Angriffe auf Treibstofftanker sowie Versuche, Städte in Mali zu blockieren, gezielt darauf ausgerichtet sein, die Voraussetzungen für einen Umsturz gegen Präsident Assimi Goïta zu schaffen.
Auch der chinesische Staatssender China Global Television Network verbreitete diese Darstellung in einem entsprechenden Beitrag auf sozialen Medien.
Seit September 2025 hat eine militante Blockade der Al-Qaida-nahen Gruppierung Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) die reguläre Versorgung Malis mit Treibstoff nahezu vollständig unterbrochen. Entlang zentraler Transportachsen wurden Hunderte Tanklastwagen von bewaffneten Kämpfern angegriffen und zerstört.
Infolge der Treibstoffknappheit setzte die malische Regierung im Oktober landesweit den Schulbetrieb aus. Bildungsminister Amadou Sy Savane erklärte im staatlichen Fernsehen, der Unterricht werde für zwei Wochen ausgesetzt, da Versorgungsengpässe die Mobilität von Lehrkräften und Schulpersonal erheblich einschränkten.
Die Krise weitete sich derart aus, dass internationale Fluggesellschaften und Logistikunternehmen – darunter die Mediterranean Shipping Company – ihre Frachtbuchungen nach Mali vorübergehend einstellten. Als Gründe nannten sie Sicherheitsrisiken und die unsichere Treibstofflage.
In der Folge wurde die Situation mit einer allgemeinen Verschlechterung der Sicherheitslage in Mali in Verbindung gebracht. Dies rief auch internationale Aufmerksamkeit hervor und führte dazu, dass die Vereinigten Staaten Mali sowie vier weitere afrikanische Staaten auf ihre Liste von Hochrisiko-Reisezielen setzten.
Vorwürfe gegen Frankreich wegen angeblicher Einflussnahme in Westafrika Vor Kurzem kam es zudem zu einem Angriff auf den internationalen Flughafen Diori Hamani am Stadtrand der nigrischen Hauptstadt Niamey. Der etwa 30 Minuten andauernde Angriff forderte 24 Todesopfer und führte zu elf Festnahmen. Nigerische und russische Sicherheitskräfte reagierten mit einer gemeinsamen Luft- und Bodenoffensive gegen die Angreifer. Nach dem Vorfall beschuldigte das nigrische Staatsoberhaupt, General Abdourahamane, Frankreich sowie Benin und Côte d’Ivoire, in die Attacke verwickelt gewesen zu sein. „Wir erinnern die Sponsoren dieser Söldner – insbesondere Emmanuel Macron, Patrice Talon und Alassane Ouattara – daran, dass wir sie lange genug haben bellen hören. Nun sollten sie sich darauf vorbereiten, uns zuzuhören“, erklärte der Präsident.
Bereits im September hatte Nigers Premierminister Ali Mahaman Lamine Zeine während der Generalversammlung der Vereinten Nationen schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. Er beschuldigte Paris, Terrorgruppen auszubilden, zu finanzieren und zu bewaffnen sowie gezielt auf eine Destabilisierung Nigers hinzuarbeiten und interethnische Spannungen zu schüren.
„Seit dem Abzug der französischen Truppen aus Niger im Jahr 2023 verfolgt die französische Regierung einen subversiven und verdeckten Plan zur Destabilisierung meines Landes“, sagte Zeine vor den versammelten Staats- und Regierungschefs in New York.
Frankreich versuche demnach nicht nur in Niger, sondern in der gesamten Sahelzone, durch die Förderung bewaffneter Gruppen und das Anheizen ethnischer Konflikte Einfluss zu nehmen. Bereits einen Monat zuvor hatte die von einer Militärjunta geführte Regierung Malis zwei Generäle sowie einen französischen Staatsbürger festnehmen lassen. Ihnen wurde vorgeworfen, an einem Komplott zur Untergrabung der staatlichen Ordnung