Trump-Regierung prüft Militärschläge gegen die Terrorgruppe JNIM in Mali, berichten Regierungsvertreter

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump prüft nach Angaben aktueller und ehemaliger US-Beamter militärische Angriffe gegen die Al-Qaida-nahe Terrorgruppe JNIM (Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin) in Mali. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Uneinigkeit über ein solches Vorgehen, berichtet die Washington Post.

Befürworter argumentieren, JNIM sei inzwischen die stärkste islamistische Gruppierung in der Sahelzone und stelle eine wachsende Bedrohung auch für die Küstenstaaten Westafrikas dar.

Die USA kritisieren zugleich Russlands Rolle in Mali. Moskau habe sich als ineffektiver Sicherheitspartner erwiesen, obwohl die malische Militärregierung nach dem Bruch mit dem Westen auf russische Unterstützung setzt. Menschenrechtsorganisationen werfen den malischen Streitkräften und ihren russischen Verbündeten schwere Übergriffe gegen Zivilisten vor.

Ein möglicher US-Militäreinsatz würde das Risiko einer direkten Konfrontation mit russischen Kräften in Mali erhöhen und könnte eine militärische Abstimmung zwischen Washington und Moskau erforderlich machen. Eine endgültige Entscheidung über mögliche Luftangriffe ist bislang nicht gefallen.