US-Visa: 50 Länder, darunter 30 afrikanische Staaten, müssen künftig eine Kaution von bis zu 20.000 Dollar hinterlegen

20.000 US-Dollar – das ist die maximale Kaution, die Staatsangehörige aus 50 Ländern, darunter 30 afrikanischen Staaten, künftig für die Einreise in die USA mit einem Touristen- oder Geschäftsvisum hinterlegen müssen. Das entspricht einer Erhöhung um 5.000 Dollar. Das zunächst befristete Programm, das die Erteilung von US-Visa erschwert, wurde am 3. August dauerhaft eingeführt und zugleich verschärft. Nach einer einjährigen Testphase bezeichnet die US-Regierung die Maßnahme als „vollen Erfolg“, berichtet RFI.

Mehr als 20.000 Visumantragsteller waren von der Reform betroffen. Fast die Hälfte verzichtete darauf, die Kaution zu zahlen. Insgesamt ging die Zahl der erteilten Visa für die betroffenen Länder um fast 83 Prozent zurück. Auf diese Zahlen stützen sich die US-Behörden bei ihrer Entscheidung, das Programm dauerhaft einzuführen.

Zudem erhöht die Regierung die Höhe der Kautionen. Bisher lag der Mindestbetrag bei 5.000 Dollar. Künftig beträgt er mindestens 10.000 Dollar und kann bis zu 20.000 Dollar erreichen. Zuvor lag die Obergrenze bei 15.000 Dollar. Die Kaution wird den Reisenden bei ihrer Ausreise aus den USA zurückerstattet.

Mit diesen Maßnahmen wollen die USA gegen Personen vorgehen, die nach Ablauf ihres Visums im Land bleiben. Nach Angaben der US-Regierung hatte im Jahr 2024 mehr als die Hälfte der Besucher aus den betroffenen Staaten ihre erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten. Dies habe die Einführung des Programms gerechtfertigt.

Im Laufe des vergangenen Jahres wurde das Programm auf 50 Länder ausgeweitet, darunter 30 afrikanische Staaten. Zu ihnen gehören die Maghreb-Länder, Senegal, Côte d’Ivoire, Guinea, Nigeria und Äthiopien. Hinzu kommen zehn weitere Länder, für die bereits seit mehr als einem Jahr ein vollständiges Verbot der Erteilung neuer US-Visa gilt, darunter Burkina Faso, Mali und Somalia.