
US-Behörden zufolge steht die Abschiebung des syrischstämmigen Aktivisten und ehemaligen Columbia-Studenten Mahmoud Khalil nach Algerien kurz bevor. Damit würde ein längerer Rechtsstreit um seinen Aufenthaltsstatus enden. Die Regierung wirft ihm vor, bei seinem Green-Card-Antrag falsche Angaben gemacht zu haben, berichtet die New York Post.
Khalil war Anfang vergangenen Jahres von der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen worden – im Zuge des Vorgehens gegen antiisraelische Proteste an US-Universitäten. Die Behörden behaupten zudem, er unterstütze die Hamas. Er saß rund drei Monate in einem Abschiebegefängnis in Louisiana und verpasste in dieser Zeit die Geburt seines ersten Kindes.
Ein Bundesrichter in New Jersey hatte seine Freilassung im Juni angeordnet und die Begründung der Regierung als vermutlich verfassungswidrig eingestuft. Ein Berufungsgericht hob diese Entscheidung jedoch zuletzt auf und stellte klar, dass der Fall zunächst den regulären Weg durch das Einwanderungsgerichtssystem gehen müsse. Wann die Behörden eine erneute Festnahme oder die Abschiebung konkret umsetzen, war zunächst unklar.
Khalil weist die Vorwürfe als unbegründet zurück und bezeichnet das Verfahren als Folge seiner politischen Äußerungen: Er habe für ein freies Palästina und ein Ende des Krieges in Gaza demonstriert und sehe sich dafür bestraft.