USA weiten Luftangriffe gegen den IS in Afrika aus

USA weiten Luftangriffe gegen den IS in Afrika aus

Die Vereinigten Staaten haben ihre militärischen Operationen gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) in Afrika ausgeweitet. Nach früheren Luftangriffen in Nigeria griffen US-Streitkräfte nun auch Stellungen der Terrororganisation in Somalia an.

Bereits am Weihnachtstag hatten die USA Luftschläge gegen IS-Kämpfer im Nordwesten Nigerias geflogen. Ziel der Operation seien Extremisten gewesen, denen schwere Gewalttaten gegen Zivilisten vorgeworfen werden, darunter auch Angriffe auf christliche Gemeinden. Der damalige Präsident Donald Trump erklärte, der Einsatz sei auf seine Anordnung als Oberbefehlshaber erfolgt.

Trump äußerte sich später auch zu der Möglichkeit weiterer militärischer Schritte in Nigeria, sollte die Gewalt in der Region anhalten. In einem Interview mit der New York Times, das am 8. Januar veröffentlicht wurde, nahm er Bezug auf den Luftangriff vom Weihnachtstag und betonte die Entschlossenheit Washingtons im Kampf gegen den Terrorismus.

Die nigerianische Regierung sprach von einer gemeinsamen Operation mit internationalen Partnern und stellte den Einsatz als Teil einer koordinierten Strategie gegen terroristische Gruppen dar.

Luftschläge in Somalia

Das United States Africa Command (AFRICOM) teilte mit, dass US-Streitkräfte in Zusammenarbeit mit der somalischen Regierung am 23. und 24. Januar 2026 Luftangriffe gegen die Gruppierung ISIS-Somalia durchgeführt hätten. Die Angriffe fanden demnach rund 40 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Bossaso in der Nähe des Golis-Gebirges statt.

Weitere Angaben zu eingesetzten Einheiten oder militärischen Mitteln machte AFRICOM nicht. Zur Begründung hieß es, dies diene dem Schutz laufender und künftiger Operationen. Beobachter werten dies als Hinweis auf eine fortgesetzte militärische Präsenz der USA in der Region.

Vertiefte militärische Zusammenarbeit mit Nigeria

Parallel zu den Einsätzen intensivieren die Vereinigten Staaten ihre militärische Zusammenarbeit mit Nigeria. In diesem Monat erhielt das westafrikanische Land eine neue Lieferung militärischer Ausrüstung aus den USA. AFRICOM bestätigte die Übergabe in Abuja und bezeichnete sie als Ausdruck des gemeinsamen Engagements für Stabilität und Sicherheit in der Region.

Zudem genehmigte Washington für das Haushaltsjahr 2026 Finanzmittel in Höhe von 413 Millionen US-Dollar für Sicherheits- und Antiterrormaßnahmen in Nigeria sowie in weiteren Teilen Westafrikas.

US-Regierungsvertreter erklärten zuletzt, unter der Trump-Regierung solle der Kampf gegen terroristische Gruppen in Nigeria und der Region insgesamt verschärft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf nachrichtendienstlich gestützten Einsätzen und enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.

„Die sicherheitspolitischen Herausforderungen von Somalia bis Nigeria sind miteinander verbunden“, sagte der hochrangige Pentagon-Vertreter Generalleutnant John Brennan. Ziel sei es, die Netzwerke terroristischer Gruppen zu zerschlagen und verbündete Staaten mit den notwendigen Informationen zu unterstützen.

(Quelle: Newsletter africabusinessinsider)