Einwanderung in die USA: Ausweisung von 355 westafrikanischen Staatsangehörigen

Die US-Behörden haben eine Maßnahme zur Ausweisung von 355 westafrikanischen Staatsangehörigen angekündigt, die wegen schwerer Straftaten verurteilt wurden. Die von den Behörden für Innere Sicherheit und Einwanderung geleitete Aktion betrifft 16 Länder der Region.

Das US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) kündigte Maßnahmen zur bevorstehenden Abschiebung von 355 Staatsangehörigen aus Westafrika an. Unter den Betroffenen befinden sich 19 senegalesische Staatsbürger. Die betreffenden Personen wurden von den US-Behörden wegen Straftaten verurteilt, die als besonders schwerwiegend eingestuft werden.

Eine Operation gegen schwere Straftäter

Im Rahmen dieser Aktion wurden die Identitäten und Fotos der betroffenen Personen auf einer offiziellen Plattform der US-Regierung veröffentlicht, die über das Portal WOW.DHS.GOV zugänglich ist. Die Profile sind in einer Datenbank zusammengefasst, die als Strafregister präsentiert wird und den Titel „The Worst of the Worst“ („Die Schlimmsten der Schlimmsten“) trägt.

Nach Angaben der Behörden wurden die Betroffenen wegen Delikten wie Mord, sexuellen Übergriffen, schwerer Körperverletzung oder Diebstahl verurteilt.

Diese Straftaten bilden die Hauptkriterien für ihre Aufnahme in das Abschiebungsverfahren. Das DHS erklärt, dass die Initiative Teil einer umfassenden Kampagne zur Bekämpfung der Kriminalität ist und gleichzeitig die Maßnahmen zur Abschiebung von Personen ohne regulären Aufenthaltsstatus oder von durch US-Gerichte verurteilten Ausländern verstärkt. Die Behörden betonen, dass diese Maßnahmen kontinuierlich im gesamten Staatsgebiet durchgeführt werden.

Von den Einwanderungsbehörden koordinierte Aktion

Die Operation wird von den Einwanderungs- und Zollbehörden, insbesondere der Immigration and Customs Enforcement (ICE), durchgeführt. Diese Behörde ist für die Identifizierung, Festnahme und Abschiebung der betroffenen ausländischen Staatsangehörigen zuständig.

Insgesamt sind 16 westafrikanische Länder von dieser Maßnahme betroffen. Nigeria steht mit 110 betroffenen Staatsangehörigen an erster Stelle, gefolgt von Liberia mit 94 Personen und Ghana mit 30 Personen. Diese drei Länder stellen den Großteil der in dieser Aktion erfassten Fälle.

Die übrigen Länder weisen geringere Zahlen auf:

  • Kamerun: 15 Personen
  • Elfenbeinküste: 14 Personen
  • Gambia: 14 Personen
  • Mauretanien: 12 Personen
  • Kap Verde: 11 Personen
  • Burkina Faso: 9 Personen
  • Niger: 8 Personen
  • Guinea: 6 Personen
  • Togo: 6 Personen
  • Mali: 5 Personen
  • Senegal: 19 Personen
  • Benin: 1 Person
  • Guinea-Bissau: 1 Person

Veröffentlichung der Daten auf einem offiziellen Portal

Auf dem Portal WOW.DHS.GOV veröffentlichen die US-Behörden die Profile der betroffenen Personen, einschließlich ihrer Identitäten und Fotografien. Dieses Kommunikationsinstrument soll die Maßnahmen der Bundesbehörden im Rahmen der Sicherheits- und Einwanderungspolitik sichtbar machen. Nach Angaben der Behörden dienen die veröffentlichten Informationen der Transparenz.

In ihrer Mitteilung bekräftigte die Behörde für Einwanderung und Zollkontrolle ihre Entschlossenheit, diese Abschiebungsmaßnahmen fortzusetzen. Die Agentur betont, dass die Aktionen Personen betreffen, die wegen schwerer Straftaten verurteilt wurden.

Die Bundesbehörden riefen außerdem die lokalen Justizbehörden, insbesondere die sogenannten „Sanctuary Cities“ (Schutzstädte), zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf, um die Identifizierung und Überstellung der betroffenen Personen an die zuständigen Behörden zu erleichtern. (Quelle: afrik.com)