
Tunesien und Algerien wollen mit dem Projekt Medlink eine der größten Energieinitiativen Afrikas umsetzen. Geplant ist der Aufbau von 10 Gigawatt erneuerbarer Kapazitäten aus Solar- und Windenergie kombiniert mit Speichersystemen. Damit könnte die Region zum „grünen Kraftwerk des Mittelmeers“ werden.
Die natürlichen Voraussetzungen sind ideal: über 3.000 Sonnenstunden pro Jahr und regelmäßige Winde. Experten erwarten, dass die Erzeugung nicht nur den wachsenden Eigenbedarf deckt, sondern auch große Strommengen nach Europa exportiert werden können.
Milliardeninvestition mit Jobmotor
Das Projekt erfordert Investitionen in Milliardenhöhe und soll tausende Arbeitsplätze schaffen – vom Bau über Betrieb bis zur Wartung. Zudem könnten durch den Export von grünem Strom die Handelsbilanzen Tunesiens und Algeriens deutlich verbessert werden.
EU-Unterstützung als Signal
Die Europäische Union hat Medlink als vorrangiges grenzüberschreitendes Projekt eingestuft. Damit erhält es Zugang zu EU-Finanzierungen und wird Teil der europäischen Strategie, Energiequellen zu diversifizieren und die Versorgungssicherheit zu stärken.
Geopolitische Dimension
Medlink stärkt die Rolle Nordafrikas auf dem Energiemarkt. Die Kooperation könnte den Weg für weitere regionale Projekte mit Marokko, Libyen und anderen afrikanischen Staaten ebnen.
Klimanutzen
Mit den geplanten Kapazitäten lassen sich mehrere Millionen Tonnen CO₂ jährlich einsparen – ein bedeutender Beitrag zu den internationalen Klimazielen. (Quelle: afrik.com)