Gabun: Seemann aus Nigeria im Hafen von Owendo mit 750.000 € in gefälschten Banknoten verhaftet

Die Generaldirektion für Recherche (DGR) verhaftete am 27. Januar im Hafen von Owendo einen nigerianischen Seemann im Besitz von 7.500 gefälschten 100-Euro-Banknoten im Wert von 750.000 Euro, berichtet die nationale Tageszeitung L’Union.

Der 47-jährige Emmanuel Azumaïro führte außerdem eine große Menge an illegalen Produkten wie Drogen, Aphrodisiaka, Schlaftabletten, Tramadol-Tabletten etc. mit sich. Lt. der DGR ist er nicht geständig. „Ich bin Handelsvertreter für Leute, die Dinge von Gabun nach Nigeria und von Nigeria nach Gabun verschicken. Diese Päckchen tragen zwar meinen Namen, aber sie gehören mir nicht, und ich hatte keine Ahnung vom Inhalt. Ich kenne auch den Besitzer nicht“, sagte er den DGR-Agenten. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Dem Seemann droht eine Gefängnisstrafe. Das Strafgesetzbuch sieht hierzu vor, dass „wer in Gabun ausländisches Geld gefälscht, verfälscht, verändert oder vernichtet hat oder an der Ausgabe, Ausstellung oder Einführung von Geld oder Banknoten, die von dazu befugten ausländischen Institutionen ausgegeben wurden, vorgenommen hat, wird umgehend mit einer Freiheitsstrafe bestraft“.

Gabun engagiert sich seit mehreren Jahren im Kampf gegen Geldwäsche, Korruption und Geldfälschung. In diesem Rahmen wurden in den letzten Jahren mehrere Initiativen gestartet, darunter die Anti-Korruptions-Operation „Scorpion“. Letztere hat sogar die Verhaftung von gabunischen Regierungsvertretern ermöglicht. (Foto: fielperson/Pixabay)