Gabun startet Ökotourismus-Projekt, um reiche Artenvielfalt optimal zu nutzen

Nationalpark Lopé, Foto: ia

Die gabunischen Behörden wollen das touristische Potenzial der 13 Nationalparks des Landes nutzen. Das Projekt „Afrikanische Ökotourismus-Safari“ wurde am 3. März 2021 im gabunischen Ministerium für Handel, Handwerk und Tourismus in Libreville vorgestellt. Das Projekt wird zur Entwicklung des Tourismussektors in Gabun, zur Aufwertung der Nationalparks und zur Förderung der Beschäftigung beitragen, wobei die Kriterien der nachhaltigen Entwicklung und der Rentabilität beachtet werden.

Zunächst geht es darum, ein multidisziplinäres Forschungszentrum einzurichten, das sich auf den Naturschutz und den Bau mehrerer Öko-Lodges im Netz der Nationalparks konzentriert, vor allem Loango im Süden des Landes, Moukalaba Doudou im Südwesten, Lopé und Ivindo im Osten und Pongara im Westen des Landes, in der Nähe von Libreville.

Ein Projekt unter der Leitung von Luxury Green Resorts

Die Präsentation des „African Safari Ecotourism“-Projekts war mit der des Projektträgers Luxury Green Resorts verbunden, der im gemeinsamen Besitz von zwei Unternehmen ist. Zum einen der gabunische Staat über den Gabunischen Fonds für strategische Investitionen (FGIS), eine 2012 gegründete Struktur, die den Staat bei der Entwicklung neuer Sektoren unterstützen soll, die in der Lage sind, ausreichende Einnahmen zu generieren, um die aus der Ölförderung zu ersetzen. Dann die Amanresorts in Singapur, eine Luxushotelgruppe mit 32 Destinationen in 20 Ländern. Vorerst stehen die Anteile der einzelnen Partner an Luxury Green Resorts noch nicht fest, aber laut der Nationalen Agentur für Nationalparks (ANPN) soll Gabun eine Mehrheitsbeteiligung haben.

Die Gründung des Luxury Green Resorts Joint Ventures war bereits 2012 zwischen der gabunischen Regierung und Amanresorts besprochen worden. Dank dieses Projekts erwartet das zentralafrikanische Land, in dem der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckt, 100.000 Besucher pro Jahr im mittleren und gehobenen Bereich.

Bis 2025 will das Land 25 Milliarden CFA-Francs, also etwa 38 Millionen Euro, somit erwirtschaften.