Piraterie: Nigeria zahlt 252.000 Euro für die Befreiung von 14 in Gabun entführten Fischern

Die nigerianische Armee befreite am 6. März 14 Personen einer Crew, deren Trawler am 7. Februar in den Gewässern vor Port-Gentil, Gabun, angegriffen wurde. Nach Angaben der nigerianischen Behörden wurde die Freilassung der Geiseln, darunter ein Gabuner, durch die Zahlung eines Lösegelds von 165,7 Millionen CFA-Francs (ca. 252.000 Euro) an die Entführer ermöglicht, berichtet das gabunische Webmagazin gabonreview.

Nach einem Monat Gefangenschaft ist die Besatzung eines in Gabun als Geisel genommenen Trawlers in Tombia, Rivers State, Nigeria, wieder freigelassen worden. Die 14 Opfer, darunter sechs Chinesen, drei Indonesier, ein Gabuner und vier Nigerianer, wurden am 6. März freigelassen, nachdem die nigerianische Armee den Entführern 165,7 Millionen CFA-Francs bezahlt hatte.

Das chinesische Fischerboot, das in Gabun registriert ist, wurde am 7. Februar mit Schnellbooten vor Port-Gentil beschlagnahmt. Das Boot, bei dem die Besatzung noch an Bord war, wurde einige Tage nach dem Angriff etwa 110 km vor der nigerianischen Insel Bonny gesichtet. Laut der maritimen Sicherheitsberatung Dryad Global wurde das gekaperte chinesische Schiff als „Mutterschiff“ für Angriffe auf Öltanker genutzt.

Angriffe auf Schiffe, um deren Besatzung gegen Lösegeld zu entführen, sind im Golf von Guinea, der sich vom Senegal über die Südwestküste Nigerias bis nach Angola erstreckt, alltäglich geworden. Bei den Tätern handelt es sich meist um nigerianische Piraten. Nach Angaben des International Maritime Bureau (IMB), das die Sicherheit auf See überwacht, war der Golf von Guinea im vergangenen Jahr Schauplatz von mehr als 95 Prozent der Entführungen auf See, das sind 130 von 135 Fällen. (Bild: Clker-Free-Vector-Images/Pixabay)