Schluss mit Angst und Unsicherheit: HOJA, die App, die Taxifahren in Afrika sicher macht

Die HOJA-App, die bereits von 200 Fachleuten genutzt wird, soll auf rund 60.000 Taxis in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa, ausgeweitet werden. Wie kam man auf die Idee, solch eine App zu entwickeln?

Nach einem Aufenthalt in der Demokratischen Republik Kongo, in der Stadt Kinshasa eines der Mitglieder der HOJA-Family, wurde die Idee von HOJA geboren. Er wollte an einem Sonntag eine Flasche Wasser kaufen und hatte weder Fahrer noch Fahrzeug und saß somit fest. Warum? Ein Taxi zu nehmen, wäre ein zu großes Risiko.

Dieses Risiko nehmen die 15 Millionen Einwohner der Stadt Kinshasa jeden Tag auf sich, um zur Schule, zur Arbeit oder zum Markt zu fahren, denn wie in vielen afrikanischen Großstädten ist die innerstädtische Mobilität eine unsichere Angelegenheit. Die am häufigsten auftretenden Probleme sind die Informalität des Sektors, die Nicht-Identifizierung von Transportfahrzeugen und deren Fahrer, die Uneinheitlichkeit des Personenbeförderungsmarktes, und in den schwersten Fällen die Entführungen.

Die Bevölkerung sollte in der Lage sein, die Zuverlässigkeit eines Taxis und seines Fahrers selbst zu überprüfen, bevor sie in das Taxi einsteigt. Da kommt nun HOJA, das System, das der oben Erwähnte nach seiner Rückkehr nach Frankreich ins Leben rief, ins Spiel. Ein System, das eine Selbstüberprüfung der Zuverlässigkeit seines Taxis und Fahrers per sms (ohne Smartphone) oder über das Scannen eines QR-Codes/einer mobilen Anwendung (mit Smartphone) ermöglicht.

Das Gerät, das in jedes von HOJA zugelassene Fahrzeug eingebaut wird, ermöglicht es, eine Rückverfolgbarkeit dieses Fahrzeugs zu erhalten und eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten. Die diskrete Paniktaste, die in der Nähe des Fahrers angebracht ist, reduziert das Risiko möglicher Aggressionen von außen.

Taxi-Nutzer können mit der mobilen Applikation HOJA TAXIS unbegrenzt ihre Fahrten ohne zusätzliche Datengebühren selbst überprüfen, indem sie einfach ein monatliches Paket abonnieren, das in Zusammenarbeit mit dem Mobilfunkanbieter Orange und HOJA entwickelt wurde. So abonnieren Taxibesitzer das monatliche Angebot inklusive Rückverfolgbarkeit und Paniktaste, um ihre gesamte Fahrzeugflotte auf Knopfdruck zu verwalten.

Das HOJA-System interessiert aber auch andere Kundentypen, wie z.B. Firmen/Organisationen mit Fahrzeugflotten oder Privatpersonen mit Chauffeur-Fahrzeugen.

Das Unternehmen, das 14 Mitarbeiter, davon zehn in der DRK, beschäftigt, sondiert weitere afrikanische Länder, in denen sich die Frage der Transportsicherheit stellt, wie die Côte d’Ivoire und Nigeria. Die Anwendung wird sich auch mit der Implementierung eines Reservierungssystems, ähnlich dem von Uber, weiterentwickeln.

In Zukunft wird dieses Tool also auch andere afrikanische Megastädte in die Lage versetzen, die Mobilität ihrer Bewohner zu planen – dank einer optimalen Datennutzung. (Quelle: HOJA)