
Der jüngste Sohn des 2019 verstorbenen ehemaligen Präsidenten von Simbabwe, Bellarmine Chatunga Mugabe, wird beschuldigt, den Gärtner seiner luxuriösen Villa im wohlhabenden Stadtteil Hyde Park in der Johannesburger Vorstadt in Südafrika angeschossen zu haben. Das Opfer wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, berichtet RFI.
Der vierte Sohn des ehemaligen simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe wurde am Donnerstag, dem 19. Februar, in Südafrika wegen versuchten Mordes festgenommen. Der heute 28-jährige Bellarmine Chatunga Mugabe soll auf einen Hausangestellten seiner Villa in Hyde Park, einem gehobenen Viertel in der Nähe von Johannesburg, geschossen haben.
In südafrikanischen Medien berichten mehrere Nachbarn der Familie Mugabe, sie hätten Schüsse gehört und anschließend gesehen, wie der Gärtner des Anwesens zu fliehen versuchte. Er sei von Bellarmine Chatunga Mugabe verfolgt worden, dem jüngsten Sohn des früheren simbabwischen Staatschefs, der 2019 nach 37-jähriger Amtszeit starb, und seiner zweiten Ehefrau Grace.
Die Polizei, die nach einem Notruf zum Tatort kam und dort Patronenhülsen, jedoch keine Schusswaffe bei der Durchsuchung der Residenz fand, teilte mit, zwei Männer im Zusammenhang mit einer „Schießerei, die sich früher am Tag in Hyde Park ereignet hatte“, festgenommen zu haben. Auch wenn die Polizei in ihrer Mitteilung keine Namen nannte, veröffentlichte das lokale Medium IOL Fotos, auf denen Bellarmine Mugabe in Handschellen zu sehen ist, wie er von Sicherheitskräften aus seinem Haus geführt wird.
Ruf als Partygänger
Nach Angaben der Polizei – die weiterhin nach der bei der Schießerei verwendeten Waffe sucht, wie unsere Korrespondentin vor Ort, Joséphine Kloeckner, berichtet – wurde der Gärtner nach einer „Auseinandersetzung“ durch einen Schuss verletzt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. „Es wird keine Sonderbehandlung geben“, fügte ein Polizeisprecher hinzu und bestätigte zugleich, dass die befragten Personen „keine südafrikanischen Staatsbürger“ seien.
Bellarmine Mugabe und sein Bruder Robert Junior Mugabe, die dafür bekannt sind, bei ihren Aufenthalten in Johannesburg ausgiebig zu feiern, sind nicht zum ersten Mal mit der Polizei aneinandergeraten – weder in Simbabwe noch in Südafrika. Vor einigen Monaten musste der Erstgenannte bereits vor einem simbabwischen Gericht erscheinen, weil er mehrere Sicherheitskräfte einer Mine angegriffen haben soll.