US-Startup will 500.000 IT-Fachleute in Afrika ausbilden

Bereits in drei afrikanischen Ländern etabliert, beginnt das amerikanische Start-up Holberton seine Expansion auf dem Kontinent. Durch Fundraising und innovative Trainingslösungen will man eine halbe Million Menschen über Universitäten und Unternehmen erreichen.

Um dieses Ziel bis 2030 zu erreichen, will das Unternehmen, das bereits über ein Netzwerk von Schulen auf dem Kontinent verfügt, seine Trainingslösungen auf Universitäten, Ausbildungszentren und Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent ausweiten.

„Afrika ist ein Kontinent mit einem beachtlichen Pool an jungen Talenten. Mit unseren Lösungen unterstützen wir öffentliche und private Institutionen bei der Umsetzung einer modernen, an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes auf dem Kontinent angepassten Ausbildung“, ergänzt Julien Barbier, CEO und Mitbegründer von Holberton.

Das im Silicon Valley geborene Unternehmen ist bereits in Tunesien, Madagaskar und Marokko vertreten und hat dort nach eigenen Angaben Tausende von Menschen geschult.

Durch die Anpassung dieser Schulungen an den afrikanischen Kontext kündigte Holberton mehrere Innovationen an, darunter sein „Bildungsbetriebssystem“. Dieses Angebot zielt darauf ab, die Bedürfnisse ihrer Studenten und die Anforderungen des Arbeitsmarktes besser zu verstehen. Eine Lösung für die größte Ausbildungsherausforderung des Kontinents, nämlich das Missverhältnis zwischen Ausbildung und Beruf.

Vielen Studien zufolge ist dieses Problem die Hauptursache für Arbeitslosigkeit, vor allem bei Hochschulabsolventen. Eine aktuelle Studie der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) fand heraus, dass die Ausbildung der Mehrheit der jungen Afrikaner für eine Beschäftigung unzureichend ist, und dass es fast einem Drittel von ihnen an Fähigkeiten mangelt, insbesondere an digitalen und technologischen. Darüber hinaus soll das Programm auch dazu beitragen, dass Afrika die Lücke an IT-Fachkräften schließt. (Quelle: Agence Ecofin)