Westafrika: Neue Technologien stärken das ökologische Monitoring und die Überwachung von Welterbestätten und Biosphärenreservaten

Praktische Übung zum Einsatz von Kamerafallen, Djoudj Nationalpark, Senegal. ©Mallé Guèye

Neue Technologien, darunter Kamerafallen und Drohnen, können das Management und die Produktion von Daten über den Erhaltungszustand von Schutzgebieten verbessern. Vom 17. bis 25. März 2021 wurden zwölf ökologische Monitoring- und Überwachungsbeauftragte aus sieben Welterbestätten und Biosphärenreservaten in Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Niger und Senegal in deren Anwendung geschult.

Diese Schulung, eine Premiere in Westafrika, war auf nationale Expertise und den Erfahrungsaustausch unter Praktikern in der Subregion ausgerichtet. Darüber hinaus ermöglichte es die Verbreitung von Wissen und Methoden an Vertreter von Weltnaturerbestätten und Biosphärenreservaten.

Heutzutage stehen viele dieser Standorte vor Managementproblemen, die vor allem auf einen Mangel an finanziellen und logistischen Ressourcen zurückzuführen sind. Dies spiegelt sich im Fehlen von biologischen Echtzeitdaten über die Attribute des außergewöhnlichen universellen Wertes und über den Erhaltungszustand der Werte des Kulturerbes sowie im Fehlen eines funktionierenden ökologischen Überwachungssystems wider. Dieser Mangel an Informationen ist besonders problematisch. Sie bedroht sogar die nachhaltige Erhaltung der Gebiete, da die Überwachungsindikatoren, die eine Beurteilung des Erhaltungszustandes ermöglichen, nicht immer ausreichend informiert sind.

Dieser Trainingsworkshop wurde als Antwort auf diese Probleme konzipiert: Durch die Kombination von praktischen und theoretischen Kursen in einer interaktiven Art und Weise über die Verwendung dieser modernen Werkzeuge, richtete er sich insbesondere an die Mitarbeiter, die für die ökologische Überwachung und Kontrolle von Schutzgebieten verantwortlich sind. Auf nationaler Ebene wurden Pilotschulungen durchgeführt, z. B. im Senegal und an der Elfenbeinküste.

Am Ende des Workshops konnten die Teilnehmer die Ergebnisse des Trainings im Rahmen eines Erfahrungsaustausches präsentieren. Sie verpflichteten sich auch zu Folgeaktionen, sobald sie wieder im Einsatz waren.

„Wir haben uns auf der Ebene der Elfenbeinküste verpflichtet, die Wiederherstellung des in den verschiedenen Standorten und Schutzgebieten des nationalen Netzwerks erworbenen Wissens zu gewährleisten, um so schnell wie möglich mit der Umsetzung dieser Werkzeuge zu beginnen“, versicherte Manouhin R. TIEDOUE, Taï-Nationalpark, Elfenbeinküste.

Beim Erfahrungsaustausch am 25. März waren virtuell anwesend: Oberst Paul Moise Diedhiou, stellvertretender Direktor der Nationalparks; Frau Mechtild Rössler, Direktorin des Welterbezentrums in Vertretung des stellvertretenden UNESCO-Generaldirektors für Kultur; Herr. Aliou Faye, Regionaldirektor von IUCN Zentral- und Westafrika; Frau Noeline Raondry Rakotoarisoa, Leiterin der Abteilung für MAB-Netzwerke und Kapazitätsaufbau; Frau Anne Lemaistre, Direktorin des UNESCO-Nationalbüros in Abidjan und Frau Guiomar Alonso Cano in Vertretung von Herrn Dimitri Sanga, Direktor des UNESCO-Regionalbüros für Westafrika.

„Diese Aktivität war in Anbetracht der Präsentationen ein großer Erfolg und ihre Ergebnisse werden die Handlungsstrategie in diesem Bereich für die afrikanische Region wesentlich orientieren“, sagte Frau Mechtild Rössler, Direktorin des Welterbezentrums, während sie die Stärkung der Synergie zwischen der Welterbekonvention und dem Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) auf allen Ebenen und insbesondere auf der operativen Ebene anregte.

Das Training wurde vom UNESCO-Regionalbüro für Westafrika – Sahel in Zusammenarbeit mit dem World Heritage Centre und dem IUCN-Büro Senegal organisiert. Sie ist Teil der Kontinuität der Pilotschulungen im ökologischen Monitoring durch den Einsatz neuer Technologien, die seit 2016 im Senegal und 2019 im Rahmen des BIOPALT-Projekts in der Elfenbeinküste und in Garoua (Kamerun) durchgeführt werden.

Die große Herausforderung für die Vertragsstaaten, die an diesem regionalen Training teilgenommen haben, besteht derzeit darin, den Teilnehmern die notwendigen logistischen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie das Gelernte festigen können. (UNESCO)