Wilderei: 1/3 der Elefanten in Gabun in den vergangenen 15 Jahren getötet – Elektrozäune sollen Dörfer vor Zuflucht suchenden Dickhäutern schützen

Die Wilderei hat in Gabun in den letzten Jahren besorgniserregende Ausmaße angenommen und wirkt sich verheerend auf die Elefantenpopulation aus. Lee White, der für Forstwirtschaft zuständige Minister, erklärte in der Tageszeitung L’Union vom 31. Dezember, dass 1/3 der Elefanten durch Wilderei in den letzten 15 Jahren getötet wurden. Ein Phänomen, das die verängstigten Dickhäuter dazu veranlasse, in Nähe der Dörfer Zuflucht zu suchen, was den „Mensch-Wildtier-Konflikt“ verstärkt.

Mensch-Wildtier-Konflikte heißt, dass die Aktivitäten von menschlichen Gruppen und Wildtieren miteinander konkurrieren und die Existenzbedingungen beider Parteien auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlicher Intensität stören. Um diese Konflikte einzudämmen, hat Gabun ein ehrgeiziges Projekt gestartet, um Elektrozäune in den Dörfern zu errichten und so die Ernten von 1.000 Familien zu sichern. Bis heute verfügt das Land über 13 solcher Einrichtungen auf Testgeländen in vier Provinzen (Ogooué-Ivindo, Estuary, Ogooué-Maritime und Nyanga).

Lee Whites Ehrgeiz ist es, den Bau von Elektroschranken bis 2021 zu verdichten. „Im Staatshaushalt für das Jahr 2021 ist ein Budget von einer Milliarde CFA für dieses Thema vorgesehen. Mit diesen Mitteln können wir 25 zusätzliche Zäune bauen, um mehr Menschen zu entlasten und ihre Ernährung zu sichern“, so der Forstminister.