Covid-19: Wird die zweite Welle für Afrika tödlich sein?

Dieses Virus hat eine harte Schale! Der Beweis liegt in den ständig steigenden Zahlen der Fälle in Afrika, ob Neuinfektionen, Infizierte oder Todesfälle. Erfreulich sind lediglich die Zahlen der Genesungen in einigen Ländern. Aber in Afrika geht die Angst um, erklärt das Online-Magazin WakatSéra aus Burkina Faso. Im Senegal schlagen die Notärzte angesichts des Wiederaufflammens der Krankheit ständig Alarm. In der Côte d’Ivoire wurde vom 21. Januar bis zum 28. Februar der gesundheitliche Ausnahmezustand wiederhergestellt, mit einer Verschärfung der Kontrollen zum Tragen von Masken und der strikten Anwendung von repressiven Maßnahmen bei Nichteinhaltung dieser Sperren. In Ghana und Südafrika sind die Behörden aufs Höchste alarmiert angesichts einer schwindelerregenden Zunahme von Neuerkrankungen und Todesfällen.

In Niger musste die Regierung den Wahlkampf für die gekoppelten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 27. Dezember 2020 abbrechen. In Burkina Faso gingen die Zahlen zunächst herunter, was Bevölkerung und Regierung dazu verleitet hat, sich auf den Lorbeeren eines Erfolges auszuruhen, der sich am Ende als vergänglich erwiesen hat. Überall wächst die Besorgnis, vor allem unter dem Gesundheitspersonal, das selbst erschöpft ist, weil es an vorderster Front in einem titanischen Kampf gegen ein Virus steht, das nur schwer zu kontrollieren ist. Die südafrikanische Variante, die überallhin ausbreitet, verschärft die tödlichen Angriffe von Covid-19 auf Afrika.

Staus in Krankenhäusern und auf Friedhöfen
Wird die neue Welle, die zweite Welle, tödlich für Afrika sein, das wie durch ein Wunder der Hekatombe entkommen ist, die von den Experten vorhergesagt wurde, als die Pandemie zuschlug? In jedem Fall übersteigt die Sterberate in Afrika inzwischen den Weltdurchschnitt, mit dem Sudan, Ägypten und Liberia als „traurige“ Beispiele, so die neuesten Zahlen. Dies ist auf eine Beschleunigung der Anzahl der entdeckten Fälle zurückzuführen und, um den Jargon des Großstadtverkehrs aufzugreifen, auf den „Stau“ in den Krankenhäusern. Die Gesundheitszentren auf dem Kontinent sind im Allgemeinen für ihre alarmierende Notlage bekannt. In normalen Zeiten, um mit anderen Krankheiten fertig zu werden, insbesondere mit Malaria, der historischen Geißel, die die Bevölkerung in den Tropen dezimiert, ist das Gesundheitspersonal, das ohnehin schon in lächerlich niedriger Zahl vorhanden ist, mit einem Mangel an allem konfrontiert!

Tests aller Arten
In diesem Kontext, in dem sich Afrika, so gut es kann, in den Wettlauf um Impfstoffe stürzt, und zwar mit den eigenen, d.h. wenigen Mitteln, wird der „Covid-Test“ auf alle möglichen Arten durchgeführt, zu verschiedenen Kosten. Ihre Zuverlässigkeit wird sogar in Frage gestellt, da Betrüger gefälschte Dokumente für „eilige Reisende“ oder Leute, die nicht das Geld haben, sich in speziellen, staatlich anerkannten Zentren untersuchen zu lassen, erstellen.

Geschlossenen Grenzen… offene Grenzen…
Das andere wirkliche Problem ist, dass die Grenzen zwischen den Ländern offiziell geschlossen sind, aber täglich Hunderte von Reisenden passieren, Korruption machts möglich. Und das geschieht vor den Augen der Politik und der Gesundheitsbehörden! Die Katastrophe ist sicher nicht weit weg, solange die geschlossenen Grenzen noch … offen sind.

Später wird es zu spät sein!
Dennoch bleibt Afrika mit etwas mehr als 3 Millionen Fällen und weniger als 83.000 Todesfällen der Kontinent, der am wenigsten von Covid-19 betroffen ist. Nur könnte sich der Trend schnell umkehren, wenn die eklatante Nachlässigkeit bei der Einhaltung der einfachen Abstandsregeln, Händewaschen, Tragen einer Maske vor allem im öffentlichen Raum, mit der Zeit Einzug hält. Manche Menschen auf dem Kontinent glauben auch weiterhin nicht an die Existenz von Covid-19! Als ob alle kranken Menschen, die in Krankenhäusern Hilfe suchen, und all diese Toten, die keinen Platz auf Friedhöfen finden, nur Theater wären! Es ist dringend Zeit, die Dinge richtig zu stellen. Sonst ist es später zu spät! (Quelle: WakatSéra)