DR Kongo: Der Kampf gegen Ebola erzielt einen wichtigen Erfolg im gefährlichsten Hotspot

Der Kampf gegen die gefährliche virale hämorrhagische Fieberkrankheit Ebola macht Fortschritte: In der Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), einem der Hauptzentren des Ausbruchs, ist die Zahl der Genesenen auf fünf gestiegen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lobte am Sonntag die Fortschritte bei der Eindämmung der Virusübertragung und gab bekannt, dass vier Krankenschwestern nach erfolgreicher Ebola-Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen wurden.

Die globale Gesundheitsorganisation betonte zudem, dass mit weiteren Genesungen gerechnet werde, insbesondere bei Patienten, deren Erkrankung frühzeitig erkannt wird.

Bereits vor der Genesung der vier Krankenschwestern hatte sich auch ein Laborfachmann von der Krankheit erholt.

Nach Angaben des Kommunikationsministeriums der DR Kongo, die von Reuters veröffentlicht wurden, ist die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle im Land auf 282 gestiegen. Nach 19 weiteren positiven Testergebnissen wurden bislang 42 Todesfälle registriert.

Der Ausbruch konzentriert sich auf die rohstoffreichen, jedoch von Konflikten geprägten Provinzen im Osten des Kongos. Die Krankheit hat sich bereits auf das Nachbarland Uganda ausgebreitet. Dies führte zu Grenzbeschränkungen, internationaler Hilfe in Höhe von mehr als 112 Millionen US-Dollar sowie zu erneuten Befürchtungen einer größeren regionalen Krise, falls die Eindämmungsmaßnahmen scheitern sollten.

Besonders besorgniserregend ist, dass dieser Ausbruch durch den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verursacht wird – eine Variante, für die derzeit weder ein zugelassener Impfstoff noch eine gezielte Therapie verfügbar ist.

Im vergangenen Monat stufte die WHO den Ausbruch als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ein, nachdem Hinweise darauf aufgetaucht waren, dass sich das Virus möglicherweise bereits mehrere Wochen verbreitet hatte, bevor die Gesundheitsbehörden den Ausbruch entdeckten.

Diese Verzögerung erschwerte die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und die Isolierung infizierter Menschen. Experten befürchten daher, dass die Zahl der Erkrankungen mit zunehmender Testkapazität weiter ansteigen könnte.

Angesichts des Fehlens zugelassener Impfstoffe und gezielter Behandlungsmöglichkeiten warnte die Africa Centres for Disease Control and Prevention, dass neben der DR Kongo und Uganda auch Angola, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Äthiopien, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania und Sambia einem potenziellen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.

Finanzierung der Ebola-Bekämpfung

Frühere Berichte zeigen, dass auf einer hochrangigen Ministerkonferenz Regierungen und internationale Partner Finanzzusagen in Höhe von insgesamt 498,8 Millionen US-Dollar für die Stärkung der Maßnahmen in betroffenen und gefährdeten Ländern angekündigt haben. Dies erklärte Jean Kaseya, Generaldirektor der Africa CDC.

Zu den wichtigsten Finanzierungszusagen gehörten:

  • 160 Millionen US-Dollar von der Weltbank für den Kongo,
  • 82 Millionen US-Dollar von den Vereinigte Staaten,
  • rund 57 Millionen US-Dollar von europäischen Partnern.

Vor einigen Wochen stellte zudem das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten weitere 60 Millionen US-Dollar an Nothilfe bereit, nachdem die WHO den Ausbruch als gesundheitliche Notlage von internationaler Bedeutung eingestuft hatte. (Quelle: africa.buisinessinsider.com)