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Das Wiederauftreten von Ebola in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo offenbart nicht nur Schwachstellen in den öffentlichen Gesundheitssystemen, sondern auch die Folgen jahrzehntelanger politischer Entscheidungen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene. Das Virus mag natürlich sein. Die Bedingungen, die es zu einer wiederkehrenden Krise werden lassen, sind es nicht.

Angesichts des Virus, das sich weiterhin im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ausbreitet, stoßen medizinisches Personal und Hilfsorganisationen, die die Bekämpfung der Epidemie organisieren, auf die Feindseligkeit eines Teils der Bevölkerung. Dies erschwert die Überwachung der Krankheit und die Versorgung der Patienten. Ursache dafür ist das Fortbestehen von Gerüchten und Falschinformationen über die Epidemie, berichtet RFI.
DR Kongo: Desinformation – die andere Geißel, die die Bekämpfung der Ebola-Epidemie behindert weiterlesen
Trotz der Spannungen um die Pläne der USA, in Kenia ein Quarantänezentrum einzurichten, sind etwa 20 Flüge in dem ostafrikanischen Land eingetroffen. Die Flüge, die auf einem kenianischen Stützpunkt landeten, sollen medizinische Ausrüstung sowie spezialisiertes Fachpersonal transportiert haben.
Rund 20 Flüge mit Experten und Ausrüstung trotz Protesten in Kenia gelandet weiterlesen
Der Kampf gegen die gefährliche virale hämorrhagische Fieberkrankheit Ebola macht Fortschritte: In der Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), einem der Hauptzentren des Ausbruchs, ist die Zahl der Genesenen auf fünf gestiegen.
DR Kongo: Der Kampf gegen Ebola erzielt einen wichtigen Erfolg im gefährlichsten Hotspot weiterlesen
Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus. Mindestens zwei spezifische Impfstoffkandidaten befinden sich jedoch in der Entwicklung. Der am weitesten fortgeschrittene Kandidat könnte in zwei bis drei Monaten für klinische Studien bereit sein. Bislang liegen allerdings weder tierexperimentelle noch klinische Daten zur Wirksamkeit vor. Vor diesem Hintergrund hat Russland nun bekannt gegeben, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Die Gesundheitsbehörde Africa CDC prüft diese Ankündigung derzeit, berichtet RFI.
Ebola: Russland meldet Entwicklung eines Impfstoffs, der gegen den Bundibugyo-Stamm schützen könnte weiterlesen
In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollen US-amerikanische Ebolapatienten behandelt werden. Eine Menschenrechtsorganisation vor Ort sieht »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« und geht juristisch dagegen vor.
Lesetipp/Spiegel: Kenianische Bürgerrechtler klagen – Widerstand gegen Ebolabehandlung von US-Bürgern in Kenia weiterlesen
Kenia soll ein zentraler Bestandteil der Ebola-Eindämmungsstrategie der Vereinigten Staaten werden. Die Regierung von Donald Trump plant, in dem ostafrikanischen Land eine Quarantäne- und Behandlungseinrichtung für US-Bürger einzurichten, die dem Virus ausgesetzt waren.
Trump plant in Kenia Ebola-Quarantänezentrum für amerikanische Staatsangehörige weiterlesen
Der Ausbruch der nächsten Epidemie sei keine Frage des Ob, sondern des Wann. Fast inflationär machen die Gesundheitsexpert:innen dieser Tage auf der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in Genf Gebrauch von diesem Zitat aus den Post-Corona-Debatten. Die reiche Enklave am Genfer See ist nicht nur geografisch weit weg von den Arbeiter:innenslums im Umfeld der Minen in der kongolesischen Provinz Ituri und den Lagern von Goma, in die Hunderttausende vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und M23-Milizen geflüchtet sind. Gleichzeitig dreht sich vieles auf der WHA um den jüngsten Ausbruch der seltenen Bundobugyo-Variante des Ebola-Virus.
Medico: Ebola war nie weg – Das tödliche Virus grassiert auch aufgrund der Kürzungen internationaler Hilfsgelder für die Demokratische Republik Kongo weiterlesen
Ebola-Ausbruch in Kongo und Uganda: mehr als 130 Todesfälle, eine WHO-Notlage, ein Virus ohne Impfstoff. Das ist nicht „Corona 2.0“, aber auch nicht „business as usual“. Dabei wären Erfahrung und Mittel vorhanden, um solche Ausbrüche zu stoppen – wir setzen sie nur nicht ein.
Lesetipp/Cicero: Ebola im Kongo – -Das afrikanische Wuhan? weiterlesen
Im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch verbieten die Vereinigten Staaten seit dem 18. Mai allen ausländischen Staatsangehörigen ohne US-Pass die Einreise, wenn sie sich in den vergangenen drei Wochen (21 Tagen) in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben – unabhängig von ihrer Herkunft. Am Mittwoch, dem 20. Mai, wurde ein Flug in die USA umgeleitet, damit ein kongolesischer Passagier in Kanada aussteigen konnte, berichtet RFI.
Ebola: USA leiten Flug Paris–Detroit nach Kanada um, um einen kongolesischen Passagier aussteigen zu lassen weiterlesen
Die DR Kongo und Uganda bekämpfen einen besonders heftigen Ebola-Ausbruch. Das Virus zirkulierte lange unbemerkt – wohl auch, weil die globale Gesundheits-Infrastruktur unter dem weitgehenden Rückzug der USA leidet.
Lesetipp/DW: Ebola-Krise – Trumps umstrittene Rolle in Afrika weiterlesen
Roger Kamba, Gesundheitsminister der Demokratischen Republik Kongo, hielt am Samstag, dem 16. Mai, in Kinshasa eine Pressekonferenz zur siebzehnten Ebola-Epidemie ab, die derzeit die Provinz Ituri betrifft. Die vorläufige Bilanz zum Zeitpunkt der Pressekonferenz belief sich auf 246 Verdachtsfälle und 80 wahrscheinliche Todesfälle. Der Minister betonte, dass seine Teams aktiv vor Ort nach Fällen suchen und nicht auf spontane Meldungen warten. Er erläuterte die Herkunft der Epidemie, die Herausforderungen bei der Bekämpfung und richtete einen direkten Appell an die Bevölkerung, berichtet RFI.
Ebola in der DR Kongo: Aberglaube, Minengebiete und infizierte Pflegekräfte – die Herausforderungen des Gesundheitsministers weiterlesen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Sonntag, dem 17. Mai 2026, dass der Ausbruch von Ebola Bundibugyo in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ darstellt. Ohne bereits von einer Pandemie zu sprechen, markiert diese Entscheidung dennoch eine neue Eskalationsstufe. Der Ausbruch, der in Ituri im Osten des Kongo begann, sorgt inzwischen über die Landesgrenzen hinaus für Besorgnis – in einer Region, die durch Konflikte, Bevölkerungsverschiebungen und grenzüberschreitende Bewegungen ohnehin geschwächt ist.
Ebola in der DR Kongo und Uganda: Warum die WHO internationalen Alarm auslöst weiterlesenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
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